Tim Cook stellt das neue Macbook Air vor

Mehr Display, mehr Leistung Apple rüstet iPad und MacBook auf

Stand: 30.10.2018, 16:00 Uhr

Kurz vor der Präsentation der neuesten Quartalszahlen am Donnerstag macht Apple Anlegern und Fans schon ein mal den Mund wässrig. Die neuen iPads der Pro-Serie werden noch schicker und komfortabler.

Apple hat am Dienstagnachmittag deutscher Zeit zwei wichtige Produkt-Verbesserungen vorgestellt. Das neue MacBook Air erhält erstmals ein hochauflösendes Retina-Display mit vier Millionen Pixel. Der 13,3-Zoll-Bildschirm hat kaum mehr einen sichtbaren Rand. Laut Apple-Chef Tim Cook soll der Bildschirm nun "schärfer und detailreicher" abbilden können. Das Gerät wird außerdem dünner und leichter sein. Der Preis liegt bei mindestens 1.199 Dollar.

Tim Cook stellt das neue Macbook Air vor

Tim Cook stellt das neue Macbook Air vor. | Bildquelle: picture alliance / Photoshot

MacBook schärfer, aber teurer

Dazu gibt es - erstmals bei einem Einsteigermodell - einen Touch-ID-Fingerabdrucksensor. Nicht zuletzt soll ein größeres Trackpad das Arbeiten mit dem MacBook erleichtern. Die Mac-Verkäufe sanken im vergangenen Quartal im Jahresvergleich um 13 Prozent auf 3,7 Millionen Geräte. Das lag auch daran, dass das Einstiegsmodell MacBook Air an Attraktivität verlor. Dem will Apple nun offenbar entgegentreten.

Noch größer war im Vorfeld die Spannung angesichts erhoffter Neuerungen für das iPad Pro, der teureren und leistungsfähigeren Version von Apples Tablet-PC. Es wird künftig in einer Variante mit 11,0 und einer mit 12,9 Zoll verkauft. Auch hier setzt Apple auf schlankere, leichtere Geräte. Beide werden wie erwartet mit einer Gesichtserkennung wie die iPhones (Face ID) ausgestattet sein. Und auch der hauseigene Bezahldienst Apple Pay ist damit nun nutzbar.

Apple iPad

Apple iPad. | Bildquelle: Apple

Auch hier verschwindet der "Home-Button" wie auf den neuen iPhone und wird durch eine Gestensteuerung ersetzt. Dazu erhalten die Geräte mithilfe neuer Chips mehr Rechenpower, bei gleichzeitig geringerem Energieverbrauch. Über einen USB-C-Anschluss kann das Gerät das iPhone, oder auch andere Geräte, laden.

iPad Pro leicht und luftig

Die iPads sind zwar die populärsten Tablet-Computer, doch der Markt insgesamt wurde nicht so groß wie anfangs erwartet. Nachdem Gründer Steve Jobs 2010 das erste iPad-Modell vorstellte, zogen die Verkäufe zunächst steil an, das bisher beste Quartal gab es im Weihnachtsgeschäft 2013 mit gut 26 Millionen verkauften Geräten.

Allerdings stellte sich auch heraus, dass die Nutzer ihre iPads deutlich später ersetzen als iPhones. Zudem sehen viele mit immer größer werdenden Smartphone-Bildschirmen keinen Bedarf an einem weiteren Gerät. Zuletzt wurden im Ende Juni beendeten Quartal rund 11,5 Millionen iPads verkauft.

Und als Bonbon stellte Cook am Dienstag auch noch eine Version des Mac mini vor, eines kleinen Tischrechners ohne eigenen Bildschirm. Er wird künftig mit mindestens vier Prozessorkernen ausgestattet sein. Damit soll das Gerät stärker auf professionelle Nutzer ausgerichtet werden.

Mac Mini

Mac Mini. | Bildquelle: Apple

Harte Zahlen und ein Ausblick folgen

Apple: Kursverlauf am Börsenplatz Frankfurt für den Zeitraum Intraday
Kurs
171,00
Differenz relativ
-1,41%

Am kommenden Donnerstag wird es auch ernst mit harten Zahlen aus dem Konzern. Zwar präsentiert das Management am Donnerstag (1. November) die Zahlen für das per Ende September beendete vierte Geschäftsquartal, der Ausblick auf das besonders lukrative Weihnachtsgeschäft (im ersten Quartal des neuen Geschäftsjahres) dürfte aber wohl die zentrale Botschaft der Apple-Zahlen sein. Denn ein gutes Weihnachtsgeschäft legt beim Kultkonzern aus Cupertino stets die Basis des ganzen Jahres.

AB