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Unterschiedliche Studien Apple: Hopp oder Top?

Stand: 24.01.2018, 13:15 Uhr

Eine negative Prognose von JPMorgan für den iPhone-Hersteller Apple und enttäuschende Zahlen von Texas Instruments haben die Aktien von Zulieferern belastet und auch den Höhenflug von Apple selbst beendet. Genaue Zahlen gibt's aber erst Anfang Februar.

Aus Furcht vor einer Absatzschwäche bei Apple haben die Anleger heute die Zulieferer des Konzerns aus den Depots geworfen. Am deutschen Aktienmarkt sind deshalb die Aktienkurse von Infineon und Dialog Semiconductor unter Druck geraten. In Paris fallen die Papiere von STMicroelectronics um bis zu fünf Prozent und an der Schweizer Börse brechen AMS-Titel um acht Prozent ein.

Jüngst habe es mehr Anzeichen für weniger iPhone-X-Bestellungen gegeben, schrieb Analyst Narci Chang von der Bank JPMorgan in einer Studie mit Blick auf die iPhone-Zulieferer. Die maue Auftragslage werde voraussichtlich im gesamten ersten Halbjahr 2018 anhalten.

Vor allem AMS belastet

Bei den Apple-Zulieferern werde das vor allem AMS belasten: Laut Berechnungen des Analysten machte das Geschäft mit Apple im zweiten Halbjahr vergangenen Jahres rund 59 Prozent des Umsatzes der Schweizer aus. Neben den Zulieferern hat die Einschätzung auch die Apple-Aktie selbst belastet. Nach einem Anstieg auf ein neues Allzeithoch von 179,44 Dollar im frühen New Yorker Handel gestern Abend, bröckelten die Gewinne anschließend wieder ab und die Aktie schloss unverändert bei 177,04 Dollar.

Im nachbörslichen Handel sorgte ein düsterer Ausblick von Texas Instruments erneut für gedämpfte Stimmung. Der Chiphersteller gilt als Branchenbarometer, weil er Halbleiter für eine Vielzahl von Produkten herstellt, etwa für Haushaltsgeräte, Fahrzeugsteuerungen, Unterhaltungselektronik und Industrieerzeugnisse.

29 Millionen iPhone X verkauft

Hörfunk-Moderatorin Franka Welz
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Börse 12.00 Uhr Luxus-Smartphones treiben Preise

Genaue Zahlen wird Apple am ersten Februar vorlegen. Die renommierte Resarchfirma Canalys hat den Schätzungen von JPMorgan widersprochen. Apple blicke auf das beste Quartal seiner Geschichte zurück, erklärte Analyst TuanAnh Nguyen. Er schätzt, dass der Konzern zwischen Oktober und Dezember 29 Millionen iPhone X verkauft habe - davon sieben Millionen in China. Das wäre die höchste Zahl von Smartphones, die jemals in den letzten drei Monaten eines Jahres verkauft wurden.

In der Branche war allerdings mit noch etwas mehr gerechnet worden. Apple habe anfangs Probleme mit Zulieferern gehabt, diese aber rasch gelöst, so dass im Dezember die eigenen Ziele übertroffen worden seien, so die Experten von Canalys.

lg

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<b>Netflix</b><br />Der Video-Streaming-Dienst hat ein prächtiges Jahr und ein ebenso gutes viertes Quartal hinter sich, da sind sich Analysten einig. Danach dürfte die Zahl der Abonnenten 2017 um rund 22 Millionen auf circa 115 Millionen gestiegen sein. Für das Schlussquartal rechnen die Experten mit einem Rekordzuwachs. Dass Netflix dabei immer profitabler arbeitet, haben bereits die Zahlen zum dritten Quartal gezeigt. Für Q4, über das Netflix nach US-Börsenschluss berichten wird, liegt die Konsensschätzung bei 0,41 Dollar Gewinn je Aktie.: Kursverlauf am Börsenplatz Frankfurt für den Zeitraum 1 Jahr

Netflix
Der Video-Streaming-Dienst hat ein prächtiges Jahr und ein ebenso gutes viertes Quartal hinter sich, da sind sich Analysten einig. Danach dürfte die Zahl der Abonnenten 2017 um rund 22 Millionen auf circa 115 Millionen gestiegen sein. Für das Schlussquartal rechnen die Experten mit einem Rekordzuwachs. Dass Netflix dabei immer profitabler arbeitet, haben bereits die Zahlen zum dritten Quartal gezeigt. Für Q4, über das Netflix nach US-Börsenschluss berichten wird, liegt die Konsensschätzung bei 0,41 Dollar Gewinn je Aktie.