Logo an Apple-Store in Manhattan

Neuer Smartphone-Zyklus beginnt Apple: Der Ausblick machts

Stand: 29.10.2018, 11:51 Uhr

Immer wenn es auf das Weihnachtsgeschäft zugeht, schauen die Anleger genau hin bei den Prognosen des Apple-Managements. Auch in diesem Jahr ist es bald wieder so weit.

Zwar präsentiert das Management am Donnerstag (1. November) die Zahlen für das per Ende September beendete vierte Geschäftsquartal, der Ausblick auf das besonders lukrative Weihnachtsgeschäft (im ersten Quartal des neuen Geschäftsjahres) dürfte aber wohl die zentrale Botschaft der Apple-Zahlen sein. Denn ein gutes Weihnachtsgeschäft legt beim Kultkonzern aus Cupertino stets die Basis des ganzen Jahres.

"Die Dezember-Voraussage wird der wichtigste Treiber für die Investorenstimmung sein, denn sie gibt eine erste Idee nach der Nachfrage des neuen Smartphone-Models XR", meint Analystin Katy Huberty von Morgan Stanley.

Das XR ist am 26. Oktober bereits in die Läden gekommen, wird für vergleichbar günstige 749 Dollar verkauft und hat den Anspruch, mit seiner Ausstattung auch das breite Publikum anzusprechen. Ein kleines Stück Zukunft wird also schon drin sein in den jüngsten Quartalszahlen.

Neuer Smartphone-Zyklus beginnt

Im September hatte Apple drei neue Geräte vorgestellt. Das Modell XS und XS Max sowie das XR. Wie immer wenn ein neuer Zyklus beginnt geht es darum, ob die Kunden die Geräte zum ausgewiesenen Preis annehmen. Apple gelingt dabei schon seit Jahren, als Hersteller hochpreisiger Modelle, das Kunststück damit den meisten Rahm der Branche abzuschöpfen - der Kultstatus hilft, auch bei anderen Produkten wie der iWatch, dem iPad oder den Mac-PCs.

In der Tat muss der Kunde tief in die Tasche greifen, wenn er Teil der Kultgemeinde werden will. Das iPhone XS kostet 999 Dollar, das mit einem größeren Bildschirm ausgestattete XS Max sogar 1.099 Dollar. Analystin Huberty erwartet ein besseres Sentiment für das größere XS Max, vor allem in China, wo große Bildschirme beliebt sind. Das XS hingegen biete nicht viel mehr als das iPhone X des Vorjahres, so die Expertin.

Hohe Erwartungen

Konkret erwartet die Analystengemeinde im Schnitt einen Gewinn von 2,78 Dollar je Aktie nach 2,07 Dollar im Jahr zuvor. Der Konsens bei den Erlösen liegt bei 61,9 Milliarden Dollar. Apple selbst hat beim letzten Quartalsbericht eine Spanne zwischen 60 und 62 Milliarden Dollar genannt.

Die Messlatte liegt also wie immer hoch, abzulesen auch an der Aktienkursentwicklung. In den vergangenen zwölf Monaten ist diese rund 37 Prozent gestiegen. Am Freitag schloss das Papier bei 216,30 Dollar, womit die aktuelle Börsenbewertung bei 1,06 Billionen Dollar liegt. Das ist die höchste weltweit.

China, die große Unbekannte

Apropo China: Eine Unbekannte wird sein, wie sich die Handelsbeschränkungen mit dem Reich der Mitte auswirken. Zudem könnten sich verlangsamte Zulassungen für Computerspiele sowie ein rückläufiges Wachstum im Luxussegment negativ bemerkbar machen.

Apple iPad

Apple iPad. | Bildquelle: Imago

Goldman-Analyst Rod Hall bescheinigt den Modellen XS und XS Max in China aber trotzdem Potenzial. "Dies könnte zumindest teilweise negative Markrotendenzen überlagern, auch wenn es das Problem einer sich abschwächenden Konsumentennachfrage in China, gerade in der wichtigen Weihnachtssaison, nicht komplett lösen kann", so der Experte.

Neue iPads ante portas

Vor den Zahlen wird es aber noch eine weiteren Höhepunkt geben. Bereits am Dienstag stellt das Unternehmen in New York ein neues iPad Pro vor. Die große Variante (mit Face-ID auf der Vorderseite) soll mit einem 12,9 Zoll großen Bildschirm kommen, die kleine mit elf Zoll. Auch das iPad Mini hat Apple überarbeitet.

rm

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