Mercedes GLA 220d

Dickes Absatzplus bei Daimler in Amerika Amis bleiben im SUV-Rausch

Stand: 05.09.2019, 08:38 Uhr

Die Liebe der Amis für Stadtgeländewagen ist ungebrochen, allen Klimadebatten zum Trotz. Davon profitierten im August auch die deutschen Hersteller VW und Daimler.

So hat der anhaltende SUV-Boom und die rabattträchtige Verkaufsschlacht rund um das "Labor Day"-Feiertagswochenende VW, BMW und Daimler in die Karten gespielt. Auch andere Hersteller konnten im vergangenen Monat kräftig zulegen.

Im August kletterte der US-Absatz im Jahresvergleich der Marke VW um 9,8 Prozent auf 35.412 Autos. Damit ergibt sich im bisherigen Jahresverlauf ein deutliches Verkaufsplus von 6,6 Prozent. Sollte der Aufwärtstrend anhalten, dürfte VW 2019 erstmals wieder mehr Fahrzeuge bei der US-Kundschaft loswerden als 2014.

Zweistelliges Plus

Das war das letzte volle Jahr, bevor der Abgasskandal den US-Absatz des deutschen Autoriesen hatte einbrechen lassen. Boden gut machte VW zuletzt besonders dank der gefragten SUV Atlas und Tiguan. Die Konzerntochter Audi erhöhte den US-Absatz im August um drei Prozent auf 21.531 Autos. Bei Porsche stiegen die Verkäufe um 13,5 Prozent auf 4.636 Autos.

Volkswagen VZ: Kursverlauf am Börsenplatz Xetra für den Zeitraum Intraday
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Daimler: Kursverlauf am Börsenplatz Xetra für den Zeitraum Intraday
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+1,56%
BMW ST: Kursverlauf am Börsenplatz Xetra für den Zeitraum Intraday
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Für Daimler lief es im vergangenen Monat sogar noch besser in den USA. Die Mercedes-Benz-Verkäufe stiegen im Jahresvergleich um 21,8 Prozent auf 24.771 Fahrzeuge, wie das Unternehmen am US-Sitz in Atlanta mitteilte. Inklusive der Marken Vans und Smart ergab sich ein Absatzanstieg von 24,9 Prozent. Dennoch liegt die bisherige Jahresbilanz des Konzerns noch mit knapp einem Prozent im Minus.

US-Automarkt erholt sich

Florierende SUV-Verkäufe bescherten im August auch Daimlers deutschem Oberklasse-Rivalen BMW ein deutliches Absatzplus auf dem US-Markt. Im vergangenen Monat legte die Stammmarke verglichen mit dem Vorjahreswert um 7,2 Prozent auf 25.505 Neuwagen zu, wie das Unternehmen in Woodcliff Lake mitteilte. Seit Jahresbeginn hat BMW die Verkäufe in den USA bislang um 2,9 Prozent erhöht.

Insgesamt scheint der US-Automarkt nach einem schwachen ersten Halbjahr zuletzt wieder etwas an Fahrt gewonnen zu haben. So konnten die asiatischen Schwergewichte Honda, Nissan, Hyundai und Toyota im August allesamt zweistellige Absatzzuwächse verbuchen. Allerdings hatte der Monat auch einen Verkaufstag mehr als im Vorjahr. Zudem fiel diesmal das verlängerte "Labor Day"-Wochenende in die Statistik, an dem die Branche traditionell mit Sonderangeboten lockt.

lg/dpa