Xilinx

Harte Konkurrenz für Intel AMD: Übernahme noch viel größer

Stand: 27.10.2020, 14:38 Uhr

Im Chip-Markt wird es für Intel, den Weltmarktführer in Sachen PC-Prozessoren, enger. Der Erzrivale AMD verstärkt sich mit dem Konkurrenten Xilinx und wendet dafür gigantische 35 Milliarden Dollar auf.

Der US-Chipentwickler AMD und der bisherige Rivale Xilinx machen künftig gemeinsam Intel Konkurrenz. Am Dienstag gab AMD bekannt, Xilinx für 35 Milliarden Dollar zu übernehmen. Eine Xilinx-Aktie kann nach dem Übernahmeangebot in 1,7234 AMD-Aktien umgewandelt werden. Das entsprecht einer Prämie von 25 Prozent auf den Schlusskurs vom Montag sowie 35 Prozent über dem Kurs vom Oktober, als ein möglicher Deal öffentlich wurde.

Beide Aktien legen zu

Sollte die Übernahme zustande kommen, werden AMD-Eigner rund 74 Prozent an dem fusionierten Unternehmen halten. Xilinx-Aktien legten im frühen New Yorker Handel rund 20 Prozent zu. Auch AMD-Papiere gewannen am Dienstag.

Durch die Fusion wird ein Unternehmen mit rund 13.000 Ingenieuren entstehen, das im Gegensatz zu Intel komplett auf eine externe Produktion setzt und dabei eng mit dem Auftragsfertiger Taiwan Semiconductor Manufacturing (TSMC) zusammenarbeitet. AMD rechnet damit, dass der reine Aktientausch bis Ende 2021 über die Bühne geht. AMD-Chefin Lisa Su kündigte im Gespräch mit Reuters an, schnell gemeinsam die Märkte erobern zu wollen, in denen der jeweils andere Anbieter stark ist.

Großrechner-Geschäft boomt

AMD setzt dabei seit einiger Zeit verstärkt auf das boomende Geschäft mit Rechenzentren. Im abgelaufenen Quartal kletterte der Umsatz um 58 Prozent auf 2,8 Milliarden Dollar und lag damit deutlich über den Erwartungen von Analysten.

Die Aktien von Intel und AMD haben sich in der Corona-Krise fast spiegelbildlich verhalten. Während Intel noch weit unter den Kursständen vom Frühjahr notiert, konnte sich die AMD-Aktie in den vergangenen Wochen auf ein neues Rekordhoch nach oben bewegen.

AB