AMD Prozessoren Opteron und Athlon II.

Sicherheitslücke AMD profitiert von Intel-Panne

Stand: 03.01.2018, 16:05 Uhr

Des einen Leid ist des anderen Freud: Während Intel ein Sicherheitsproblem zu lösen versucht, bessern sich die Geschäftsaussichten des Konkurrenten AMD.

Die Börse ist doch meist ein guter Seismograph: Während die Aktie des Chipriesen AMD am Mittwoch durchstartet, schwächelt Branchenprimus Intel erheblich.

Sicherheitslücke kostet Performance

Grund ist eine offenbar massive Sicherheitslücke bei mehreren Generationen von Intel-Prozessoren. Möglicherweise sind alle in den vergangenen zehn Jahren hergestellten Prozessoren betroffen.

Zwar wurde schon eine technische Lösung für das Problem gefunden, aber dieser so genannte Workaround, der über mehrere Patches im Programmcode läuft, verursacht nach aktuellen Schätzungen Leistungseinbußen von fünf bis zu 30 Prozent. Das heißt, die Geschwindigkeit der Computer mit Intel-Chips wird durch die Lösung erheblich gebremst. AMD sieht seine Chips dagegen nicht betroffen.

Während Intel weiterhin Details über den "Bug" schuldig bleibt, stimmen die Anleger mit den Füßen ab: Inmitten der derzeit laufenden Tech-Hausse büßte die Intel-Aktie im frühen US-Handel zwei Prozent ein. Aktionäre des Branchenzweiten AMD, die in den vergangenen zwölf Monaten wenig zu lachen hatten, können sich dagegen über deutliche Kurszuwächse freuen.

la