AMD Prozessoren Opteron und Athlon II.

Intel unter Druck AMD weckt neue Hoffnungen

Stand: 09.08.2019, 14:43 Uhr

Schlappe 16 Prozent legte die Aktie von Advanced Micro Devices (AMD) am Donnerstag zu. Grund dafür war die Vorstellung eines neuen Server-Chips. Für den Konkurrenten Intel könnte es nun unangenehm werden.

AMD hat am Mittwoch die zweite Generation des Epyc-Server-Chips, mit dem Namen Rome vorgestellt. Das Unternehmen teilte mit, dass dieser die doppelte Leistung zu etwa der Hälfte der Kosten als vergleichbare Produkte von Intel bieten würde.

AMD will Marktführer werden

Nach Bekanntgabe des neuen Server-Chips sprang der Nasdaq-Titel am Donnerstag um gut 16 Prozent nach oben.

Analyst Aaron Rakers des amerikanischen Finanzdienstleisters Wells Fargo sagte, dass die Einführung des neuen Chips das Vertrauen der Anleger in das Unternehmen stärken werde, um einen Anteil von mehr als 20 Prozent am Server-Markt zu erzielen.

Mit einem zweistelligen Marktanteil könnte es AMD erstmals gelingen, die absolute Marktführerschaft des größten Konkurrenten Intel anzugreifen. Die erste Generation von Epyc konnte nur einen einstelligen Marktanteil erzielen.

Intel unter Druck

Intel gerät nicht nur durch das bessere Preis-Leistungs-Verhältnis von AMD zunehmend unter Druck. Auch hauseigene Fertigungsprobleme im letzten Jahr ließen Kunden von Intel zu AMD abwandern.

Am Mittwoch hatte AMD auch zwei neue Partner vermeldet. Sowohl Twitter als auch Google sollen Abnehmer der Server-Chips werden. Auch bei Cloud-Anbietern wie Amazon Web Service und Microsoft Azure kommen die Epyc-Chips zum Einsatz.

Analysten rechnen daher damit, dass AMD ab dem dritten Quartal 2019 eine Reihe starker Quartale verzeichnen wird.

sts