Amazon Prime Day

Umsatzeinbußen drohen Wird der Amazon Prime Day verschoben?

Stand: 06.04.2020, 14:35 Uhr

Einem Medienbericht zufolge soll der diesjährige Amazon Prime Day wegen des Coronavirus verschoben werden. Das könnte für Amazon im schlimmsten Fall Umsatzeinbußen von rund 300 Millionen Dollar bedeuten.

Wie die Nachrichtenagentur Reuters gemeldet hatte, plant Amazon den Termin für die Kauforgie auf frühestens August zu verschieben. Selbst ein späterer Zeitpunkt sei denkbar. Einem internen Papier zufolge, das Reuters vorliegt, würden die Umsatzeinbußen aufgrund der Verschiebung zwischen 100 und 300 Millionen Dollar liegen. Denn überschüssige Geräte müssten dann mit einem Abschlag verkauft werden, hieß es in den internen Notizen.

6 Milliarden Dollar in zwei Tagen

Amazon: Kursverlauf am Börsenplatz Frankfurt für den Zeitraum Intraday
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2.190,00
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Die Rabattschlachten des Amazon Prime Day wurden erstmals 2015 geschlagen. Seinerzeit feierte Amazon den 20sten Geburtstag. Und da in den Sommermonaten die Umsätze üblicherweise schwächeln, bot es sich an, die Konsumenten in dieser Zeit mit Angeboten aus der Reserve zu locken. Im vergangenen Jahr hatte Amazon mehr als 175 Millionen Dinge verkauft, darunter 100.000 Notebooks und 200.000 Fernseher.

Es sei der größte Shopping Event in der Geschichte Amazons gewesen, wie Marketingabteilung damals jubelte. Wie hoch der Umsatz von Amazon ausfiel ist unbekannt, Marktplatz-Händler verkauften insgesamt Waren zum Preis von 2 Milliarden Dollar. Experten schätzen den Umsatz von Amazon auf rund 6 Miliarden Dollar.

Scannen für die allgemeine Gesundheit

Angesichts dieser Summe würden 100 Millionen nicht wirklich ins Gewicht fallen. Unangenehmer für Amazon sind vielleicht eher die Diskussionen über die Sicherheit der Amazon-Arbeitnehmer, die zuletzt geführt wurden. Arbeiter monierten, die Sicherheitsvorkehrungen seien zu niedrig.

Amazon-Mitarbeiter protestieren, New York, Staten Island

Proteste vor Amazon-Lager. | Bildquelle: picture alliance / B. Matthews / dpa

Deshalb müssen sämtliche Mitarbeiter von Amazon in den USA und Europa ab dieser Woche Gesichtsmasken tragen und sich Fiebermessungen unterziehen. Der Versandhändler werde jeden Tag Hunderttausende Beschäftigte mit einem kontaktlosen Thermometer scannen und jeden, der eine Temperatur von mehr als 38 Grad habe, nach Hause schicken, hatte Amazon mitgeteilt. Darüber hinaus würden Kameras in den Gebäuden genutzt, um zu überwachen, ob die Angesellten während ihrer Schichten zu eng zusammen stünden.