Amazon Go Shop

Die nächste Offensive? Amazon: Kaufen ohne Kasse

Stand: 20.09.2018, 08:14 Uhr

Knöpft sich Amazon jetzt die Supermarktketten vor? Einem Medienbericht zufolge prüft Amazon die Schaffung von tausenden Amazon-Go-Filialen. Der Clou: Registrierkassen wird man dort vergeblich suchen.

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Der US-Einzelhändler Amazon hat bereits drei der sogenannten Amazon-Go-Läden in Seattle aufgebaut, bei denen Kameras und Sensoren die Einkäufe automatisch erfassen und sie beim Verlassen der Räume abbuchen. Pläne für eine Expansion nach Chicago, San Francisco und New York sind bereits bekannt. Wenn Bloomberg recht hat, dann wird das aber nur der Beginn einer richtig großen Sache sein.

Bis zum Jahr 2021 werde die Schaffung von 3.000 Amazon-Go-Läden ohne Kassierer erwogen, berichtete die Nachrichtenagentur mit Bezug auf mit der Sache vertraute Personen. Eine Amazon-Sprecherin wollte den Bericht demnach nicht kommentieren.

Konsumententräume werden wahr

Für die traditionellen Einzelhändler bedeutet das eine wahrhaft furchterregende Konkurrenz, denn die Bequemlichkeit beim Shoppen außer Haus wird gewissermaßen auf die Spitze getrieben: Es wird keine Schlangen an den Kassen mehr geben, der Kunde betritt einfach den Laden, nimmt sich was er braucht und geht nach Hause. Deshalb werden in den Läden auch insbesondere Convenience-Produkte, Snacks wie Salate oder Sandwiches angeboten, die Kunden mit geringem Zeitbudget schnell mitnehmen können.

Amazon-Boss Jeff Bezos hatte jüngst gesagt, Amazon sei sehr interessiert an physischen Geschäften. Allerdings nur, wenn man etwas Besonderes anzubieten habe. Nur tun, was andere tun, würde nicht funktionieren.

Für die traditionellen US-Einzelhändler wie Walmart, Kroger oder Target wäre das eine echte Bedrohung. Die Aktien reagierten auf die bislang noch vage Nachricht, die zudem nicht wirklich überraschen dürfte, mit leichten Verlusten. Aber auch Fastfoodketten wie Subways werden sich jetzt noch intensiver Gedanken machen.

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Jeffrey "Jeff" Preston Jorgensen kam am 12. Januar 1964 in Albuquerque in New Mexico zur Welt. Nach einem Jahr trennte sich seine Mutter Jacklyn Gise von Jeffs Vater, dem Zirkusartisten Ted Jorgensen. Als Jeff vier Jahre alt war, heiratete seine Mutter den kubanischen Immigranten Miguel Bezos. Mit ihm bekam sie zwei weitere Kinder: Christina und Mark. Miguel Bezos adoptierte Jeff. Das erfuhr er mit zehn Jahren - doch...

ts