Amazon-Chef Jeff Bezos
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Bezos immer reicher Amazon-Aktie knackt 2.000-Dollar-Marke

Stand: 31.08.2018, 07:47 Uhr

Am gestrigen "Tag des Onlinehandels" hat der Aktienkurs des weltgrößten Internethändlers Amazon erstmals die Marke von 2.000 US-Dollar übersprungen. Damit hat sich der Aktienkurs seit dem Börsengang mehr als vertausendfacht.

Mit plus 0,2 Prozent auf 2.002,38 Dollar ging das Papier dann aus dem Handel an der Nasdaq. Bei etwas über 2.050 Dollar wäre Amazon nach Apple das zweite US-Unternehmen, dessen Börsenwert die Schallmauer von einer Billion Dollar überschreitet. Zeitweise fehlten im Handelsverlauf dafür nur noch rund 25 Dollar je Aktie. Allein in den vergangenen fünf Jahren hat das Papier mehr als 700 Prozent hinzugewonnen.

Am 16. Mai 1997 war das Unternehmen aus Seattle an die Börse gegangen, zu je 18 Dollar je Aktie. Nach Berechnungen des Finanzportals „The Street“ lag der Ausgabepreis bereinigt um drei Aktiensplits bei nur 1,96 Dollar.

Der Erfolg der Aktie geht mit den massiven Umsatz- und Ergebnissteigerungen der vergangenen Jahre einher. So stieg der Umsatz von Ende 2013 (74 Milliarden Dollar) bis Ende vergangenen Jahres auf fast 178 Milliarden Dollar. Aus einem kleinen Gewinn von 274 Millionen Dollar wurde ein Gewinn von mehr als 3,0 Milliarden Dollar.

Bezos immer reicher

Auch für Unternehmensgründer Jeff Bezos hat sich der gestrige Handelstag wieder einmal gelohnt. Laut dem täglich aktualisierten "Bloomberg Billionaires Index" wurde Bezos mit dem leichten Kursanstieg allein gestern um 338 Millionen Dollar reicher. Die Nachrichtenagentur beziffert sein Gesamtvermögen auf 165 Milliarden Dollar.

Auch in Deutschland versucht der Konzern verstärkt, seine Kunden zum Abschluss eines kostenpflichtigen "Prime"-Abonnements zu bewegen. Damit erhalten Kunden ohne weitere zusätzliche Kosten Versandvorteile, unter anderem einen Musik-, Film- und Serien-Streamingdienst, E-Books und einen Dienst für das digitale Aufbewahren von Fotos. Vielen Prime-Kunden dürfte es schwer fallen, sich aus dieser Umklammerung zu lösen, wenn sie sich erst einmal an die Dienste gewöhnt haben.

Die Strategie des Konzerns aus Seattle ist damit klar. Man will eine möglichst hohe Kundenbindung aufbauen und die Menschen möglichst zu Stammkunden machen.

Augen auf China

Auch wenn der Anteil von Amazon am deutschen Online-Shopping-Markt inzwischen bei mehr als der Hälfte liegen soll, ist die Marktposition längerfristig keinesfalls sicher. Denn die großen chinesischen Konzerne Alibaba und Tencent mit der Beteiligung am Online-Händler JD.Com drängen auf den europäischen Markt.

ME