Alzheimer, Demenz - Grafische Darstellung eines Wolkengehirns Video

Schon wieder Studie gefloppt Alzheimer: Gibt die Pharma-Industrie den Kampf auf?

Stand: 14.02.2018, 08:49 Uhr

Jetzt auch der US-Medikamentenriese Merck & Co.! Auch ihm ist es nicht gelungen, ein wirksames Alzheimer-Medikament auf den Markt zu bringen. Damit ist der Pharmakonzern (leider) in guter Gesellschaft.

Beim Kampf gegen die Alzheimer-Krankheit, eine Ausprägung der Volkskrankheit Demenz, ist jetzt nämlich nicht nur Merck & Co. gescheitert, sondern das Who-is-Who der mächtigen amerikanischen Pharmaindustrie bisher ebenso.

Merck & Co. (nicht zu verwechseln mit dem Dax-Konzern Merck, obwohl dessen Wurzeln dort liegen) werde eine fortgeschrittene Studie mit dem Mittel Verubecestat nicht fortsetzen, da es unwahrscheinlich sei, dass es wirke, erklärte der Konzern am Abend. Das Mittel war an Patienten getestet worden, die an einer frühen Form der Erkrankung litten. Das Mittel war vor einem Jahr bereits in einer Studie bei Patienten mit leichter bis mittlerer Alzheimererkrankung gescheitert.

Keine Erfolge in Sicht

Firmenschild von Merck & Co, dahinter fährt ein Auto vorbei

Merck & Co. | Bildquelle: picture alliance / dpa

Im vergangenen Monat hatte bereits der Konkurrent Pfizer erklärt, die Erforschung neuer Medikamente gegen Alzheimer und Parkinson einzustellen. Auch der Rivale Eli Lilly musste zuletzt eingestehen, dass sein Medikament Solanezumab die Abnahme der geistigen Leistungsfähigkeit von Patienten mit milden Symptomen nicht verlangsamen konnte.

Eine frustruierende Situation, denn bisher ist es der Pharmabranche nicht gelungen, im Kampf gegen die Demenz zu punkten. Seit 2002 das Medikament Memantin auf den Markt kam, das den Verfall verlangsamt aber wegen seiner Nebenwirkungen umstritten ist, hat es nichts wirklich Neues mehr auf dem Markt gegeben.

Nach Angaben des Verbands der forschenden Pharmaunternehmen vfa ergab eine 2014 veröffentlichte Untersuchung über die von 2002 bis 2012 in klinischen Studien erprobten Medikamente eine Misserfolgsquote von 99,6 Prozent.

Eine Volkskrankheit

Dabei könnte ein Durchbruch für die Pharmabranche zum ganz großen Geschäft werden. Weltweit leiden nämlich derzeit 50 Millionen Menschen an einer Demenz. Tendenz deutlich steigend - Schätzungen gehen davon aus, dass bis zum Jahr 2050 mehr als 131 Millionen Menschen betroffen sein werden.

Kein Wunder also, dass die Krankheit ein Thema für Pharmabranche ist. Merck & Co. gehört dabei zu den ganz Großen der Branche, die Aktie ist im Leitindex Dow Jones enthalten bei einer Börsenbewertung von über 150 Milliarden Dollar. Die Aktie könnte auch frischen Wind gebrauchen, wie der Blick auf den Chart zeigt.

Auch Pfizer mit Sitz in New York ist Mitglied im US-Leitindex, die Börsenbewertung liegt bei 172 Milliarden Dollar. Eli Lilly bringt gut 68 Milliarden Dollar auf die Börsenwaage und ist im Benchmark-Index S&P-500 enthalten.

rm/rtr

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Das sind die Dogs of the Dow 2018 Dividendenperlen im Dow

<b>1. Verizon: 4,46 Prozent </b><br />Die Liste wird angeführt von einem alten Bekannten: dem Telekommunikationsriesen Verizon. Hier lag die Dividendenrendite per Schlusskurs vom 31. Dezember bei 4,5 Prozent.<br/><br/>Das Unternehmen, das bis Juli 2000 unter dem Namen Bell Atlantic firmierte, verfügt über eine lange Dividendenhistorie: Seit 1984 hat es seine Dividende Jahr für Jahr erhöht oder zumindest stabil gehalten.: Kursverlauf am Börsenplatz Nyse für den Zeitraum 1 Jahr

1. Verizon: 4,46 Prozent
Die Liste wird angeführt von einem alten Bekannten: dem Telekommunikationsriesen Verizon. Hier lag die Dividendenrendite per Schlusskurs vom 31. Dezember bei 4,5 Prozent.

Das Unternehmen, das bis Juli 2000 unter dem Namen Bell Atlantic firmierte, verfügt über eine lange Dividendenhistorie: Seit 1984 hat es seine Dividende Jahr für Jahr erhöht oder zumindest stabil gehalten.

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