Wrangler-Schriftzug auf einer Jeans

Jeans-Traditionsmarken Haben Wrangler und Lee ausgedient?

Stand: 13.08.2018, 13:22 Uhr

Wenn es nach dem Bekleidungskonglomerat VF Corp geht, scheinen die Jeans-Marken Wrangler und Lee nicht mehr salonfähig zu sein. Wie das "Wall Street Journal" am Freitag unter Berufung auf Insider berichtete, erwägt der Konzern einen Verkauf oder eine Abspaltung der Marken.

Seit den 1980er Jahren gehören die Jeans-Klassiker zum Mutterkonzern, der an der Börse rund 3,8 Milliarden Dollar auf die Waage bringt und damit als Schwergewicht in der US-Modebranche gilt. Nun scheint VF Corp sich lieber auf seine anderen, wachstumsstärkeren Marken wie Vans, The North Face oder Timberland konzentrieren zu wollen. Bislang hat sich der Konzern noch nicht dazu geäußert.

 Sinkende Nachfrage

Laut dem Bericht kämpft der Konzern mit schwächelnder Jeans-Nachfrage - seit 2015 seien die Verkäufe der Sparte, zu der auch noch die Marken Rustler und Rock & Republic zählten, um fünf Prozent und der Gewinn um zwei Prozent gesunken.

Die Jeans würden vor allem über große Einzelhändler wie Walmart verkauft, von denen viele ihre Bestellungen in den letzten Monaten wegen hoher Lagerbestände reduziert hätten.

Wrangler und Lee gibt es seit 1912 beziehungsweise 1947, sie gelten als uramerikanische Originale, die ursprünglich für Cowboys und Arbeiter sowie für Rodeo-Reiter entworfen wurden. In Deutschland sind die Marken seit Ende der 1960er bekannt.

dpa