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Google-Mutter enttäuscht Alphabet ist der Börse nicht gut genug

Stand: 02.02.2018, 09:30 Uhr

Die amerikanische Technologie-Holding Alphabet hat im vergangenen Jahr erstmals mehr als 100 Milliarden Dollar umgesetzt. Doch das reicht den Investoren nicht.

Die Aktien der Google-Mutter verloren im nachbörslichen Handel zeitweise mehr als vier Prozent und beendeten das späte Aktiengeschäft noch mit einem Minus von mehr als zwei Prozent.

Im vierten Quartal setzte Alphabet - angefacht vom Suchmaschinengeschäft der Tochter Google - 32,3 Milliarden Dollar um. Damit lagen die Erlöse über den von Analysten erwarteten 31,9 Milliarden Dollar. Der bereinigte Quartalsgewinn belief sich auf 6,8 Milliarden Dollar oder 9,70 Dollar je Aktie. Von Reuters befragte Analysten hatten hier im Schnitt jedoch sieben Milliarden Dollar oder 10,00 Dollar je Aktie erwartet.

Nicht enthalten sind in dem Ergebnis Rückstellungen auf Auslandsgewinne durch die Steuerreform der Regierung von Donald Trump, die das Ergebnis einmalig mit 9,9 Milliarden Dollar belasteten. Außerdem machte sich eine Kartellstrafe der Europäischen Union von 2,7 Milliarden Dollar negativ bemerkbar.

Gewinnrückgang

Unter dem Strich fiel daher der Gewinn im Gesamtjahr um 35 Prozent auf 12,6 Milliarden Dollar. Der Umsatz legte um 23 Prozent auf 110,9 Milliarden Dollar zu.

Die Suchtochter Google steigerte im vierten Quartal ihr operatives Ergebnis von 7,9 Milliarden Dollar vor einem Jahr auf 8,8 Milliarden. Während die direkt verbuchten Werbeerlöse von 18 auf 22,2 Milliarden Dollar stiegen, legten die Ausgaben an die Werbepartner um 24 Prozent auf 6,45 Milliarden Dollar zu. Das Minus der anderen Bereiche wie der Roboterwagen-Firma Waymo oder des Smarthome-Spezialisten Nest sank in dieser Zeit von rund 1,1 Milliarden Dollar auf 916 Millionen Dollar. Außerdem verbuchte Alphabet höhere Ausgaben für die Vermarktung eigener Geräte wie den Sprachassistenten Google Home, mit dem Alphabet den Konkurrenten Amazon mit seinen Echo-Produkten frontal angreift.

Zudem führt Alphabet laut dem "Wall Street Journal" Gespräche mit Saudi-Arabiens staatlichem Ölkonzern Saudi Aramco über ein mögliches gemeinsames Projekt. Dabei gehe es um die Errichtung von Datenzentren für Aramco.

ME