Ein Mann kämpft sich bei Wind und Wetter mit Regenschirm über eine Wiese
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Besser als gedacht Allianz trotzt der Natur

Stand: 03.08.2018, 08:41 Uhr

Europas größter Versicherer Allianz hat im zweiten Quartal besser als erwartet abgeschnitten. Gute Geschäfte in der Vermögensverwaltung federten die Belastungen durch Großschäden ab.

Das operative Ergebnis stieg von April bis Juni um zwei Prozent auf 3,0 Milliarden Euro. Analysten hatten im Schnitt nur mit einer Stagnation gerechnet. Der Umsatz stieg im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um drei Prozent auf 30,9 Milliarden Euro. Der Überschuss ging hingegen um fünf Prozent auf 1,9 Milliarden Euro zurück, weil der Konzern wie angekündigt eine Sonderbelastung von 224 Millionen Euro aus dem Verkauf seines Lebensversicherungsgeschäfts in Taiwan verbuchen musste. Der Gewinnrückgang fiel aber geringer aus als von Experten erwartet.

Der höheren Belastung durch Großschäden wie der Sturm Friederike und Unwetter konnte sich die Allianz nicht ganz entziehen. Nach Abzug der Aufwendungen für Schäden, Verwaltung und Vertrieb blieb von den Prämieneinnahmen im Schaden- und Unfallgeschäft weniger übrig als ein Jahr zuvor. Die kombinierte Schaden-Kosten-Quote verschlechterte sich von 93,7 auf 94,1 Prozent. Gesunkene Verwaltungskosten hätten einen Teil der Belastungen wettgemacht, hieß es.

Weniger warf das Geschäft mit Lebens- und Krankenversicherungen ab. Hier sank das operative Ergebnis um knapp fünf Prozent, weil die Kapitalanlagen in Deutschland und Spanien weniger für den Konzern abwarfen.

Vermögensverwaltung läuft gut

Verantwortlich für den Ergebnisanstieg im laufenden Geschäft war diesmal die Vermögensverwaltung des Dax-Konzerns, zu der neben der US-Fondstochter Pimco auch die Anlagegesellschaft Allianz Global Investors zählt. Mit 652 Millionen Euro verdiente sie operativ fast zwölf Prozent mehr - auch weil sie im Schnitt mehr Kundengelder verwaltete als ein Jahr zuvor.

Vorstandschef Oliver Bäte sieht den Konzern auf Kurs, das operative Ergebnis zumindest stabil zu halten. Nach sechs Monaten liege er mit 5,8 Milliarden Euro "leicht über der Mitte des Zielkorridors", der von 10,6 bis 11,6 Milliarden Euro reicht.

ME