Allianz AG-Schriftzug

Dammbruch in Brasilien kann für Allianz teuer werden

Stand: 28.01.2019, 17:12 Uhr

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Die Allianz muss unter Umständen für einen Teil der Schäden des verheerenden Dammbruchs in Brasilien einstehen. Die Industriekunden-Sparte AGCS führe ein Konsortium von Rückversicherern an, das die lokalen Haftpflichtversicherer des Bergbaukonzerns Vale abgesichert habe, sagten zwei mit der Sache vertraute Personen am Montag in München. Die Allianz wollte sich dazu nicht äußern.

Der "Versicherungsmonitor" hatte zuerst darüber berichtet. Über die Versicherungssumme gibt es laut dem Informationsdienst widersprüchliche Angaben.

Im brasilianischen Brumadinho war am Freitag der Damm eines Abwasserbeckens gebrochen. Die anschließende Schlammlawine tötete mindestens 58 Menschen. Hunderte werden noch vermisst.

Im Herbst 2015 war es zu einem ähnlichen Unglück im Samarco-Bergwerk im Südosten Brasiliens gekommen, das von Vale in Zusammenarbeit mit dem australischen Bergbaukonzern BHP betrieben wird. Damals war die Allianz als Erstversicherer beteiligt.