Allianz Global Investors
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Operative Punktlandung Allianz hebt Ergebnisprognose an

Stand: 08.11.2019, 09:16 Uhr

Der Versicherungsriese wächst weiter kräftig. Die Hauptsparten wie Lebens- und Krankenversicherung sorgten im dritten Quartal erneut für einen Milliardengewinn. Und die Prognosen für das Gesamtjahr hat die Allianz sogar angehoben.

Die Aktie des Versicherungsriesen leidet am Freitag unter Gewinnmitnahmen. Anleger und Analysten dürften den leicht angehobenen Ausblick das Unternehmens für das Gesamtjahr durchaus begrüßen. Das untere Ende der Prognose für das operative Ergebnis wurde von 11,0 auf 11,5 Milliarden Euro angehoben, die Spanne liegt nun bei 11,5 auf 12,0 Milliarden Euro.

Schätzungen erreicht, Ausblick besser

"Wir sind im Begriff, trotz deutlich gestiegener externer Herausforderungen die obere Hälfte unseres Ausblicks für das operative Ergebnis zu erreichen", erklärte Vorstandschef Oliver Bäte am Freitag in München. Im dritten Quartal stagnierte die Kennziffer bei 2,98 Milliarden Euro, traf damit aber die Analystenschätzungen fast punktgenau. Unter dem Strich verdiente die Allianz 0,6 Prozent mehr, der Überschuss lag bei 1,9 Milliarden Euro.

Getrieben wurde das Ergebnis diesmal von der Leben- und Kranken-Sparte und der Vermögensverwaltung, während der größte Ertragsbringer, die Schaden- und Unfallversicherung, Einbußen hinnehmen musste. Beim Umsatz legte der Konzern um 8,1 Prozent auf 33,4 Milliarden Euro zu. Um Währungseffekte und Übernahmen beziehungsweise Verkäufe bereinigt, lag der Zuwachs bei 6,4 Prozent.

Quote nicht berauschend

Die wichtige Kenngröße im Versicherungsgeschäft, die Schaden-Kosten-Quote, stieg im Quartal um 1,2 Prozentpunkte auf 94,3 Prozent. Je niedriger die Quote ist, desto profitabler arbeitet ein Versicherer. Eine leichte Enttäuschung, wie Marktteilnehmer in ersten Stellungnahmen anmerken.

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Vor allem bei der Schaden-und Unfallversicherung konnte das Unternehmen im Quartal deutliche Zuwächse von 6,3 Prozent auf 13,2 Milliarden Euro verbuchen. Dank guter Neuabschlüsse kletterten auch Erlöse und Erträge im Lebensversicherungsgeschäft. Und in der Vermögensverwaltung, dem Asset Management, erreichte die Summe der verwalteten Gelder im Quartal einen neuen Höchststand von 1,68 Billionen Euro, ein Zuwachs von 90 Milliarden Euro gegenüber dem Vorquartal. In der Vermögensverwaltung hat sich der Versicherungsriese nun auch mit dem Online-Vermögensverwalter Moneyfarm verbündet.

Aktie heiß gelaufen?

Die Allianz-Aktie hat seit Monaten einen runden Lauf. Der Titel notierte zu Jahresbeginn noch bei 180 Euro, inzwischen hat die Titel die Marke von 220 Euro erreicht. Damit wurde 2019 auch der Dax deutlich abgehängt.

AB