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Neun Euro je Aktie Allianz hebt Dividende deutlich an

Stand: 15.02.2019, 17:28 Uhr

Europas größter Versicherer Allianz hat seinen Gewinn im vergangenen Jahr deutlich verbessert. Bei der Dividende legt er noch einen Euro drauf, und Aktien will die Allianz auch noch zurück kaufen.

Der Münchener Konzern will für das vergangene Geschäftsjahr neun Euro je Aktie ausschütten und damit einen Euro mehr als ein Jahr zuvor. Die Anhebung geht mit einer Verbesserung bei den Ergebniskennzahlen einher. Das operative Ergebnis wuchs im vergangenen Jahr um knapp vier Prozent auf 11,5 Milliarden Euro. Unter dem Strich wuchs der Gewinn von 6,8 auf 7,5 Milliarden Euro. "Wir haben den höchsten Jahresüberschuss der letzten zehn Jahre erzielt - trotz eines sehr volatilen Marktumfelds, besonders im vierten Quartal", sagte Vorstandschef Oliver Bäte. Die Eigenkapitalrendite lag mit 13,2 Prozent über dem Ziel von 13 Prozent.

Am besten lief es in der Schaden- und Unfallversicherung, die ihr operatives Ergebnis um 13 Prozent ausbaute und fast die Hälfte des Konzernergebnisses beisteuerte. "Wir haben unser Ziel einer Schaden-Kosten-Quote von 94 Prozent dank einer disziplinierten Zeichnungspolitik und insbesondere einer verbesserten Kostenquote erreicht", erklärte Finanzvorstand Giulio Terzariol.

Im Zuge der turbulenten Entwicklung an den Finanzmärkten zogen die Fondskunden im vierten Quartal netto 31 Milliarden Euro bei den Allianz-Töchtern Pimco und Allianz Global Investors ab. Zusammen mit den Kursverlusten schrumpfte das für Dritte verwaltete Vermögen insgesamt um 51 Milliarden Euro. Im Gesamtjahr lagen die Nettomittelabflüsse bei drei Milliarden Euro.

Prognose im Rahmen der Erwartungen

Für das neue Jahr nimmt sich Vorstandschef Oliver Bäte kaum Steigerungen vor. Das operative Ergebnis soll wie schon 2018 rund 11,5 Milliarden Euro erreichen, mit einer Spanne von einer halben Milliarde nach oben und unten. Experten hatten hier im Schnitt bisher 11,9 Milliarden Euro erwartet.

Zudem will der Münchner Konzern für 1,5 Milliarden Euro eigene Aktien zurückkaufen. Das neue Programm ist das vierte in den vergangenen zwei Jahren. Seit dem Amtsantritt von Vorstandschef Oliver Bäte hat die Allianz schon sechs Milliarden Euro für eigene Aktien ausgegeben, jeweils drei Milliarden pro Jahr. Der neue Rückkauf soll am ersten März starten und bis zum Jahresende abgeschlossen sein, die Papiere sollen anschließend eingezogen werden.

Aktien ziehen an

Nach einem verhaltenen Start drehten die Allianz-Aktien auf. Sie schlossen über drei Prozent höher und zählten zu den Top-Gewinnern im Dax. Ein Händler sagte, die 2018er-Zahlen hätten die Erwartungen übertroffen, der Ausblick auf 2019 liege aber darunter. Die Ankündigung eines neuen Aktienrückkaufprogramms überrasche nicht. Nach Ansicht von JPMorgan-Analyst Michael Huttner werden durch den Rückkauf größere Übernahmen eliminiert. UBS, Kepler Cheuvreux und die DZ Bank beließen die Aktie auf "Buy".

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