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Alles, was Sie zum Uber-IPO wissen müssen Heute geht's los

Uber IPO

Emissionspreis
Das Unternehmen setzte den Ausgabepreis auf 45 Dollar je Aktie fest und bewegt sich damit am unteren Ende der anvisierten Preisspanne von 44 bis 50 Dollar. Uber erlöst damit rund 8,1 Milliarden Dollar. Der erste Kurs der Aktie sorgte aber für Ernüchterung - er lag an der New York Stock Exchange nur bei 42 Dollar.

Alles, was Sie zum Uber-IPO wissen müssen Heute geht's los

Uber IPO

Emissionspreis
Das Unternehmen setzte den Ausgabepreis auf 45 Dollar je Aktie fest und bewegt sich damit am unteren Ende der anvisierten Preisspanne von 44 bis 50 Dollar. Uber erlöst damit rund 8,1 Milliarden Dollar. Der erste Kurs der Aktie sorgte aber für Ernüchterung - er lag an der New York Stock Exchange nur bei 42 Dollar.

Mann mit starkem Oberarm stemmt eine Dollar-Hantel

Bewertung
Uber bringt es auf eine Gesamtbewertung von etwa 82 Milliarden Dollar und stemmt damit den größten Börsengang seit dem des chinesischen Amazon-Rivalen Alibaba im Jahr 2014. Allerdings bleibt das Volumen deutlich unter der zwischenzeitlich angepeilten Marke von 100 Milliarden Dollar.

Hohe Verluste
Uber lockt Anleger mit starkem Wachstum. 2018 stiegen die Erlöse im Jahresvergleich um 42 Prozent auf 11,3 Milliarden Dollar. Im Fahrdienst-Kerngeschäft geriet das Wachstum in den letzten Quartalen allerdings ins Stocken. Zudem steckt Uber tief in den roten Zahlen. Ohne Sondererlöse durch den Verkauf von Geschäftsteilen fiel im vergangenen Jahr ein Minus von fast 1,9 Milliarden Dollar an.

Nach Informationen des "Wall Street Journal" geriet Uber im ersten Quartal sogar noch tiefer in die Verlustzone. In den zwölf Monaten bis Ende März wurden demnach 3,7 Milliarden Dollar eingebüßt - ein Rekordminus für Unternehmen im Jahr vor ihrem Börsengang.

Uber-Chef Dara Khosrowshahi

Uber-Chef Dara Khosrowshahi
Bei der Börsenpremiere stellt sich für Anleger indes vor allem die Frage, ob Uber schwarze Zahlen liefern kann. Konzernchef Khosrowshahi warnte bereits vor Monaten, Uber sei nichts für Investoren, die "ein vorhersehbar profitables Unternehmen wollen". Auch im Wertpapierprospekt wird darauf hingewiesen, dass ungewiss ist, ob Uber jemals die Gewinnzone erreichen wird. Solche Warnungen sind bei verlustreichen Start-ups zwar gängig, doch bei einer Firma der Größe Ubers sollten Aktionäre ihnen durchaus Beachtung schenken.

Ein Mikrofon und ein Mann mit weißem Hemd und weiß-blau gestreifter Krawatte

Das sagen Experten
"Wegen der Taxis wird die Uber-Aktie nicht gekauft", sagt Jochen Stanzl von CMC Markets. Uber habe das Potenzial, die führende Plattform zu werden, über die Mobilitätsprobleme weltweit gelöst werden könnten. Oliver Roth, Chefhändler bei der Bank Oddo Seydler, verweist darauf, dass es einige Unternehmen an der Börse gebe, die bis heute kein Geld verdienen und "immer noch gehypt werden.. So habe auch Amazon beim Start an der Wall Street 1997 tiefrote Zahlen geschrieben. Inzwischen ist der Online-Händler mit einer Marktkapitalisierung von über 900 Milliarden Dollar eines der größten Unternehmen der Welt

Lyft

Vergleich zu Lyft
Auch der kleinere Konkurrent Lyft, der Ende März an die Börse ging, schreibt rote Zahlen. Im ersten Quartal waren es 1,1 Milliarden Dollar, mehr als der Umsatz. Der belief sich in dem Zeitraum auf 775 Millionen Dollar. Entsprechend hat die Aktie seitdem rund 25 Prozent verloren.

SoftBank-Chef Masayoshi Son

Großaktionär Masayoshi Son
Der japanische Technologieriese Softbank ist mit 16,3 Prozent der größte Anteilseigner. Das geht aus dem Börsenprospekt hervor, den Uber bei der US-Börsenaufsicht SEC eingereicht hatte. Softbanks Vision Fund ist mit knapp 100 Milliarden Dollar Kapital der größte Technologiefonds der Welt.

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PayPal-Zentrale, San Jose, Kalifornien

PayPal
Aus der Pflichtmitteilung an die US-Börsenaufsicht geht hervor, dass der Bezahldienst PayPal über eine Privatplatzierung Anteilsscheine von Uber im Wert von 500 Millionen Dollar kaufen wird.
Die Unternehmen wollen bei neuen Zahlungsoptionen enger kooperieren und gemeinsam an der Entwicklung Ubers digitaler Wallet arbeiten.

Uber-Fahrer-Protest

Uber-Fahrer-Proteste
Die Uber-Fahrer nehmen den Börsengang zum Anlass, um in verschiedenen Ländern, darunter in den USA und Großbritannien, für eine bessere Bezahlung zu kämpfen. Der britischen Gewerkschaft IWGB zufolge kritisieren die Fahrer speziell den milliardenschweren Börsengang, der Investoren enorme Einnahmen beschere, während ihre eigene Bezahlung weiter sinke.