Varta: Kursverlauf am Börsenplatz Xetra für den Zeitraum 1 Jahr

Aktie des Tages Varta-Aktie voller Energie

Stand: 07.05.2019, 10:57 Uhr

Varta macht seinen Aktionären auch mit den neuesten Zahlen zur Geschäftsentwicklung Freude. Die beiden Standbeine des neu aufgestellten SDax-Unternehmens wachsen profitabel. Und Zukunftsfantasien gibt es außerdem.

Wer die Varta-Aktie seit dem Börsengang im Oktober 2017 hält, kann sich inzwischen über mehr als einen Kursverdoppler freuen. Am Dienstag klettert der Titel um rund sieben Prozent auf knapp 42 Euro. Das Rekordhoch bei gut 43 Euro ist damit schon wieder in Reichweite gerückt.

Zum Börsengang war der Titel glücklichen Zeichnern zu 17,50 Euro zugeteilt worden. Den ersten Handelstag hatte die Aktie mit 20,50 beschlossen. Im Handelsverlauf waren aber bereits Kurse von 24,50 Euro erreicht worden.

Anleger und Analysten entzückt

Das Unternehmen, das inzwischen im SDax notiert, hat den traditionellen Batteriebereich abgespalten und verfügt nun über zwei Unternehmenssäulen, in denen einiges an Geschäft läuft und außerdem Zukunftsmusik spielt - Anleger, aber auch Analysten sind überwiegend entzückt davon.

Das gilt auch für das aktuelle Zahlenwerk. Im ersten Quartal hat Batteriehersteller seine Erlöse um 10,7 Prozent auf 73,4 Millionen Euro erhöht. Vor allem das Segment Microbatteries läuft blendend und wuchs im Quartal um knapp 13 Prozent auf 61,5 Millionen Euro. Hier sieht sich Varta als Weltmarktführer für kleine Lithium-Ionen-Batterien, die vor allem in kabellosen Premium-Kopfhörern (Hearables) eingesetzt werden. Auch für Hörgeräte produziert Varta kleine Knopfzellen.

Energiespeicher...

Das zweite Standbein ist der Bereich "Power & Energy". Dieser wuchs zwar im Quartal nur mäßig, hat aber wohl im zweiten Halbjahr noch einiges an Potenzial. Laut Varta laufen einige Kundenprojekte für "Energy Packs" gerade an. Varta stellt hier maßgeschneiderte Energiespeichersysteme für Abnehmer aus der Industrie her.

... und E-Auto-Batterien

Und nicht zuletzt schwebt noch mehr Fantasie über dem Unternehmen und der Aktie: Seit diesem Jahr läuft gemeinsam mit dem Fraunhofer-Institut in Ellwangen ein Projekt zur Fertigung großformatiger Batteriezellen für E-Autos, um den dominierenden asiatischen Herstellern Paroli zu bieten. Zunächst geht es um ein Forschungsprojekt, dann soll aber investiert und produziert werden. Details zu möglichen Partnern - spekuliert wird über den US-Autobauer Ford - gab Varta nicht preis.

Varta wächst im Hier und Jetzt aber nicht nur, es verdient auch Geld. Das bereinigte Ebitda (Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen) kletterte um 36,9 Prozent auf 17,4 Millionen Euro. Unter dem Strich blieben 9,2 Millionen Euro in der Kasse, nach 7,2 Millionen Euro ein Jahr zuvor.

Und die Prognose hat das Unternehmen außerdem angehoben. Im Gesamtjahr soll der Umsatz nun um 14 bis 16 Prozent zulegen, statt wie bisher geplant zwischen zwölf und 14 Prozent. Beim bereinigten Ebitda will Varta nun bis zu 67 Millionen Euro erreichen, statt bis zu 64 Millionen.

AB