Salesforce: Kursverlauf am Börsenplatz Frankfurt für den Zeitraum 6 Monate

Aktie des Tages Salesforce, die Macht im Cloud-Geschäft

Stand: 17.09.2018, 11:52 Uhr

Salesforce ist so etwas wie der Pionier im Geschäft mit internetbasierten Software-Anwendungen. Die Wachstumsgeschichte des Markführers ist bislang jedenfalls intakt. Mit einem frischen Zukauf soll der Vorsprung mindestens gehalten werden.

Das Unternehmen hat den Börsenwert im Laufe der vergangenen zwei Jahre mehr als verdoppelt. Der Trend zeigt weiterhin eindeutig nach oben. Auch in den vergangenen sechs Monaten legten die Aktien mehr als 30 Prozent zu. Aktuell notieren sie bei rund 157 Dollar.  

Salesforce ist in einer derzeit besonders heiß gehandelten Branche tätig: Das Cloud Computing. Hierbei stellen die Konzerne den Kunden Software über externe Server zur Verfügung gestellt. Immer mehr Firmen verzichten darauf, teure Software-Lizenzen zu kaufen und entscheiden sich für flexiblere Web-Abos, die in der Regel monatlich bezahlt werden und nicht einmalig.

Salesforce wiederum ist Marktführer bei diesen cloudgestützten Kundenbeziehungssystemen (CRM) und hat in diesem Segment einen Marktanteil von 19,6 Prozent. Oracle liegt bei 7,1 Prozent, SAP bei 6,5 Prozent.  Analyst Richard Nguyen von Société Générale rechnet am CRM-Markt in den nächsten vier Jahren mit einem explosionsartigen Wachstum. Eine vertiefte Analyse habe gezeigt, dass Salesforce und Accenture hier in der Führungsrolle seien, so der Fachmann.

Salesforce Tower in San Francisco

Der Salesforce Tower in San Francisco: Benioff will hoch hinaus. | Bildquelle: picture alliance / AP Photo

Der Cloud-Pionier kauft zu

Auch die jüngsten Quartalszahlen stützen die beeindruckende Wachstumsstory. Im abgelaufenen Quartal ist der Umsatz um 27 Prozent auf 3,28 Milliarden Dollar geklettert. Der Gewinn sprang unter dem Strich von 46 auf 299 Millionen US-Dollar. Allerdings waren Analysten von der Gewinnprognose etwas enttäuscht. Und die Konkurrenten arbeiten natürlich fieberhaft daran, den Vorsprung aufzuholen.  

Um weiter an der Spitze zu bleiben, erwarb Salesforce jüngst das US-Softwarehaus MuleSoft für 5,9 Milliarden Dollar. Zusammen könnten die beiden US-Konzerne die Digitalisierung ihrer Kunden besser voranbringen, betonte Salesforce-Chef Marc Benioff. MuleSoft ist eine Plattform für Netzwerke, die Apps und Daten von Kunden in der Cloud verbinden. Das Unternehmen betreut nach eigenen Angaben mehr als 1.200 Kunden - vom Brausehersteller Coca-Cola bis hin zu Banken wie Barclays.

Salesforce gilt als Pionier im Geschäft mit Cloud-Software. Während Wettbewerber wie SAP und Oracle lange fast ausschließlich auf den Verkauf von Lizenzen setzten, bietet die Firma aus San Francisco seit 1999 Unternehmensanwendungen aus dem Internet an. Der Mitbegründer und Multimilliardär Marc Benioff sorgt in diesen Tagen für Schlagzeilen durch den Privatkauf des „Time“-Magazins.

ts