RIB Software: Kursverlauf am Börsenplatz Xetra für den Zeitraum 1 Monat

Nach Kurshalbierung RIB-Aktie im Erholungsmodus

Stand: 03.04.2018, 11:11 Uhr

Nach dem Sturzflug erholt sich die Aktie des TecDax-Unternehmens auch in der neuen Börsenwoche weiter. Analysten empfehlen den Titel zum Kauf und Schnäppchenjäger finden Gefallen an ihm.

Mit einem Kursplus von gut 13 Prozent liegen die RIB-Aktien am Dienstagmittag einsam an der TecDax-Spitze an einem eher schwierigen Börsentag. Der Titel hatte bereits in der vergangenen Woche verlorenes Kursterrain wieder aufgeholt.

Zu Beginn der Börsenwoche nach Ostern profitiert die Aktie des Bausoftware-Spezialisten von einer Reihe von Analysteneinschätzungen, die bereits Ende vergangener Woche ausgesprochen wurden. So hat die Berenberg Bank ihre Kaufempfehlung erneut bekräftigt. Die Analysten halten auch an ihrem Kursziel fest - und das liegt mit 40 Euro mehr als doppelt so hoch wie der aktuelle Kurs von 19,20 Euro.

Von 36 auf 16 Euro

Für den Kurssturz ab Mitte März hat das Unternehmen laut Aussagen des Finanzvorstandes Michael Sauer "keine Erklärung". Binnen zehn Tagen hatte das Papier mehr als die Hälfte seines Wertes verloren. Vom Jahreshoch von 36,10 Euro ging es bis auf 16,56 Euro nach unten.

Der Vorstand hatte den Analysten am vergangenen Donnerstag nochmals die Geschäftszahlen für 2017 erläutert. "Es ist für uns überhaupt nicht ersichtlich, woher der Druck auf die Aktie kommt", so Sauer gegenüber der Nachrichtenagentur Reuters. "Unser operatives Geschäft läuft extrem erfolgreich." Den Analysten habe er nur die seit Februar bekannten Zahlen vorgestellt. Danach hat das Unternehmen im vergangenen Jahr seinen Umsatz um 10,6 Prozent auf 108,3 Millionen Euro gesteigert und sein Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Ebitda) um 23,2 Prozent auf 40,3 Millionen Euro erhöhen Können. Für das abgelaufene Geschäftsjahr will RIB 0,18 Euro je Aktie ausschütten.

Cloud-Geschäft "nicht wertsteigernd"?

Eine mögliche Erklärung könnte die Kapitalerhöhung sein, die RIB eine Woche zuvor angekündigt hatte. Mit deren Erlös will das Unternehmen stärker ins Cloud-Geschäft investieren. Die neuen Papiere waren zu 28 Euro platziert worden, seither ging es unaufhaltsam abwärts. Auch einige Experten hatten allerdings die Kapitalmaßnahme kritisiert. Andreas Wolf vom Analysehaus Warburg Research etwa betrachtete die Strategie als "nicht wertsteigernd". Sein "Verkaufen"-Urteil revidierte der Experte allerdings wenig später in ein "Hold". Die Schweizer Großbank UBS allerdings blieb bei ihrer Skepsis und sieht die Aktie nur mit einem Potenzial bis 19,25 Euro. Genau da ist der Titel am Dienstag bereits wieder angekommen.

AB