Revance Therapeutics: Kursverlauf am Börsenplatz Frankfurt für den Zeitraum 6 Monate

Aktie des Tages Länger straff bleiben mit Revance

Stand: 16.01.2018, 10:09 Uhr

Der Botox-Hersteller Allergan steckt in der Krise. Und die Wettbewerber schlafen nicht: Der Biotech-Konzern Revance Therapeutics hat zuletzt klinische Erfolge mit einem geplanten Konkurrenz-Produkt, die Aktie schoss nach oben. Steht Allergan vor der Ablösung?

Am 5. Dezember 2017 wäre man gerne Aktionär von Revance Therapeutics gewesen. An diesem Tag katapultierte die Mitteilung über einen erfolgreichen klinischen Test die Aktie um rund 37 Prozent nach oben. Was war da los? Die Studie hat gezeigt, dass die positiven Effekte einer neuen Antifalten-Therapie von des kalifornischen Konzerns für mindestens sechs Monate anhalten.

Nicht nur die Welt der Reichen und Schönen horchte auf, auch die Börse war begeistert, denn das Botox von Allergan strafft die Haut lediglich für drei bis vier Monate.

Partner gesucht

In den vergangenen zwölf Monaten rückte das Papier von Revance Therapeutics um fast 60 Prozent auf knapp 35 Dollar vor. Im gleichen Zeitraum büßten Allergan hingegen fast 20 Prozent ein. Zuletzt gab es vom Botox-Hersteller sogar eine Umsatzwarnung, die die Aktie weiter nach unten trieb. Auch 1.000 Mitarbeiter sollen entlassen werden. Allerdings ist es ohnehin noch viel zu früh für eine abschließende Bewertung, denn das Management von Revance rechnet erst im Jahr 2020 mit einer Markteinführung.

Konzernchef Dan Brown kündigte kürzlich an, sich für die Verwertung des neuen Produkts weltweit nach Partnern umzusehen. Ziel sei es ein langfristiges Unternehmen zu schaffen. Wir wollen Leader sein, keine Follower, lässt Browne wissen. Browne machte keine Angaben zu den Umsatzerwartungen.

Analysten schätzen allerdings, dass Produkt namens RT002 könne im Jahr 2028 rund 20 Prozent des weltweiten und des US-Botox-Markts ausmachen. Das entspräche mehr als einer Milliarde Dollar.  

Analysten raten zum Kauf

Ein Mann bekommt eine Botox-Spritze in die Stirn

Botox. | Bildquelle: colourbox.de

Aktuell schreibt Revance Therapeutics noch Verluste, was bei Biotech-Unternehmen allerdings nicht ungewöhnlich ist, da sie für die Erforschung und Entwicklung von medizinischen Wirkstoffen sozusagen in Vorleistung treten. In den ersten neun Monaten des laufenden Geschäftsjahres verbuchte der Konzern einen Nettoverlust in Höhe von 84,7 Millionen Dollar. Im Vorjahr waren es noch 62,5 Millionen.

Analysten sind weit überwiegend optimistisch. Die Fachleute von Mizuho Securities reagierten auf die Studie mit einer deutlichen Erhöhung des Kursziels von 37 auf 54 Dollar. Von neun Analysten, die von der Nachrichtenagentur Reuters erfasst sind, raten acht zum Kauf, ein Fachmann empfiehlt, das Papier zu halten.   

ts