Puma: Kursverlauf am Börsenplatz Xetra für den Zeitraum 1 Jahr

Üppige Dividende als Abschiedsgeschenk Puma: Aktionäre aufgepasst

Stand: 12.04.2018, 11:48 Uhr

Für 2016 hatte es noch eine Dividende von 75 Cent gegeben. Doch für 2017 können sich die Puma-Aktionäre auf eine besonders fette Ausschüttung freuen. Dabei kann sich auch die Kursentwicklung sehen lassen.

Die im SDax notierte Aktie musste zwar während der jüngsten Börsenturbulenzen im Januar und Februar ein paar Federn lassen, hat sich seitdem aber wieder prächtig erholt. Im März kletterte das Papier sogar auf ein Rekordhoch von 415 Euro. Seitdem pendelt es um die Marke von 400 Euro. Damit ist Puma dreimal soviel wie wert wie im Juni 2015.

Befeuert wurde die Aktie neben der guten Geschäftsentwicklung vor allem von der Aussicht auf eine fette Dividende von 12,50 Euro. Sie soll auf der heutigen Hauptversammlung vorgeschlagen werden. Entsprechend dürfte sich der Kurs von Puma ab morgen verbilligen. Aktionäre sollten also beim Blick auf den Kurszettel auf ein sattes Minus vorbereitet sein.

Abschiedsgeschenk

Die voraussichtlich morgen erfolgende Ausschüttung ist quasi ein Abschiedsgeschenk des französischen Luxuskonzerns Kering an sich selbst. Das von François-Henri Pinault gegründete Unternehmen (Gucci, Yves Saint-Laurent, Bottega Veneta) hatte im Januar angekündigt den Großteil seiner Puma-Aktien zu verkaufen, weil der Herzogenauracher Sportartikelhersteller nicht mehr zu seinem ausschließlich aus Luxusmarken bestehenden Sortiment passt.

Puma-Unternehmenszentrale in Herzogenaurach

Puma-Unternehmenszentrale in Herzogenaurach. | Bildquelle: Unternehmen

Dabei hat Kering den Adidas-Konkurrenten nach Jahren des Umbaus wieder auf Vordermann gebracht. Im vergangenen Jahr konnte das Unternehmen mit dem Raubkatzenlogo seinen Gewinn unterm Strich auf 136 Millionen Euro mehr als verdoppeln. Das operative Ergebnis ist von 128 auf 245 Millionen Euro ebenfalls rasant gestiegen. Der Umsatz verbesserte sich um 14 Prozent auf mehr als vier Milliarden Euro.

Schnellere Entscheidungen

Der Ausstieg von Kering dürfte den guten Lauf von Puma nicht beeinträchtigen. Puma-Chef Bjørn Gulden sieht darin sogar Vorteile für das Unternehmen, weil Entscheidungen nun schneller getroffen werden können. Auch erhöht der Anstieg des Streubesitzes auf dann etwa 55 Prozent die Aussicht auf einen Aufstieg in den MDax. Für dieses Jahr peilt Gulden weitere Wachstumssprünge an. Der Umsatz soll währungsbereinigt um zehn Prozent steigen, das operative Ergebnis (Ebit) dürfte auf 305 bis 325 Millionen Euro klettern.

Puma-Chef Björn Gulden

Puma-Chef Björn Gulden. | Bildquelle: picture alliance / Daniel Karmann/dpa

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Zumindest umsatzmäßig soll es auch so weitergehen. Auf dem Kapitalmarkttag Ende März kündigte Puma einen jährlichen, währungsbereinigten Anstieg des Konzernumsatzes von durchschnittlich zehn Prozent an. Zudem will das Management beginnend mit der Dividende für 2018 zwischen 25 und 35 Prozent des Konzernergebnisses ausschütten.

Eine weitere kräftige Kurserholung wie im vergangenen Jahr ist aus Sicht der Analysten zunächst nicht zu erwarten. Die Investmentbank Goldman Sachs hat Puma zwar von "Neutral" auf "Buy" hochgestuft, das Kursziel aber nur von 400 auf 420 Euro angehoben.

lg