Patrizia: Kursverlauf am Börsenplatz Xetra für den Zeitraum 1 Jahr

Zukauf im Asset Management Patrizia Immobilien in neuen Dimensionen

Stand: 13.11.2017, 15:31 Uhr

Das Augsburger Immobilienunternehmen Patrizia aus dem SDax ist auf Wachtsumskurs. Von der IVG-Tochter Triuva wird ein Portfolio geschlossener Fonds übernommen. Für Patrizia ein Quantensprung, der auch an der Börse gut ankommt.

Gegen den Markt behauptet sich die Patrizia-Aktie am Montag mit deutlichen Zugewinnen an der Spitze des Kleinwerteindex SDax. Die Anleger greifen kräftig zu, nachdem das Augsburger Unternehmen am Morgen die Übernahme des Fondsportfolios der IVG-Tochter Triuva bekannt gegeben hat.

Damit weitet sich der Bestand des verwalteten Immobilienvermögens auf rund 30 Milliarden Euro aus, wie das Unternehmen bekannt gab. Mehrheitsaktionär und Firmenchef Wolfgang Egger hat nach Insiderberichten 200 Millionen Euro ausgegeben. Offiziell bestätigt wurde der Kaufpreis nicht.

Wolfgang Egger CEO Patrizia Immobilien

Wolfgang Egger CEO Patrizia Immobilien . | Quelle: picture-alliance/dpa

Die insgesamt 40 Triuva-Fonds sind 9,8 Millionen Euro schwer, rund 80 instituitionelle Investoren haben investiert (unter anderem in das "Galileo"- Hochaus der Commerzbank in Frankfurt). Die Übernahme soll spätestens bis zum Ende des ersten Quartals 2018 abgeschlossen und gewinnbringend sein.

Operativ gut unterwegs- Ausblick angehoben

Aber nicht nur der Zukauf beflügelt die Fantasie der Börse. Das Unternehmen, das sowohl als Dienstleister als auch als Investor am Immobilienmarkt tätig ist, hat auch seine Gewinnprognose für das laufende Jahr angehoben. Das operative Ergebnis soll nun auf mehr als 75 Millionen Euro steigen, bisher war eine Spanne zwischen 60 und 75 Millionen Euro anvisiert.

Finanzchef Karim Bohn begründete dies mit deutlich höheren leistungsabhängigen Gebühren im bisherigen Geschäftsjahr. Nach neun Monaten liegt das operative Ergebnis bereits bei 46,1 Millionen Euro, ein Zuwachs im Jahresvergleich von 6,1 Prozent. Für daas Gesamtjahr erwartet Patrizia eine Nettoanstieg des vewalteten Vermögens von 3,0 Milliarden Euro auf 21,6 Milliarden Euro (ohne Triuva).

Aktie kann frischen Wind gebrauchen

Das Patrizia-Papier hat im laufenden Jahr keinen klaren Trend ausgebildet, hat sich aber von der Sommer-Delle seit Ende Juli wieder deutlich erholt. Mit der heutigen Meldung im Rücken hat die Aktie zudem ein neues Jahreshoch erreicht.

Trotzdem sieht man in der Mittelfristbetrachtung, dass der langjährige Aufwärtstrend Ende 2015 beim Rekordhoch von 25,42 Euro abbrach. Seitdem ist es unter Schwankungen bergab gegangen, das Unterstützungsniveau bei 15 Euro hat sich dabei jedoch als tragfähig erwiesen. Nächstes Ziel für die Aktie muss es nun sein, die 20-Euro-Marke zu knacken.

Firmenchef Wolfgang Egger hält mit mit seiner First Capital Partner Vermögensgesellschaft 51,62 Prozent am Kapital. 42,09 Prozent sind im Streubesitz, der Rest liegt bei zwei institutionellen Investoren.

rm

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