Instone Real Estate: Kursverlauf am Börsenplatz Xetra für den Zeitraum Intraday

Aktie des Tages Instone und das Betongold

Stand: 27.08.2019, 10:16 Uhr

Guter Tag für die Essener Immobilienfirma: Die Aktie steigt in den Nebenwerteindex SDax auf. Und gleichzeitig liefert das Unternehmen gute Zahlen für das abgelaufene Quartal ab. Aktionäre haben direkt Grund zum Feiern.

Die Aktie, die ab Donnerstag im SDax notieren wird, klettert gleich zum Handelsbeginn um rund drei Prozent nach oben. Instone Real Estate wird im Auswahlindex die Papiere von Cancom ersetzen. Die wiederum steigen in den MDax auf, wo Axel Springer wegen eines zu geringen Streubesitzes der Anteilsscheine seinen Platz räumen muss.

Aktie bislang kein Renner

Auf der Kurstafel hinkte der Titel in den vergangenen Monaten den Branchenkonkurrenten eher hinterher. Nach einem Anstieg bis auf rund 22 Euro ging es ab Mai bis auf 17 Euro bergab. Das Rekordhoch des Titels von fast 25 Euro ist sogar fast ein Jahr alt. Im Februar war die Aktie zu 21,50 Euro ausgegeben worden, am unteren Ende der Preisspanne.

Vielleicht ist die Adelung durch den Indexaufstieg ein Ausweg aus der Kurstristesse, die guten Halbjahreszahlen könnten durchaus dabei helfen.

In der Gewinnzone

Der Essener Immobilienkonzern hat in den ersten sechs Monaten 2019 sein operatives Ergebnis (Ergebnis vor Zinsen und Steuern, Ebit) verdreifacht. Es betrug 32,3 Millionen Euro nach 11,9 Millionen ein Jahr zuvor. Die bereinigten Umsatzerlöse stiegen auf 174,2 Millionen Euro. Ein Jahr zuvor waren es noch 139,4 Millionen Euro. Unter dem Strich stand ein um Sondereffekte bereinigter Gewinn in Höhe von 27 Millionen Euro. Ein Jahr zuvor hatte das Unternehmen hier noch einen Verlust von zwei Millionen Euro ausgewiesen.

Dank der guten Geschäftsentwicklung kann das Management seine Jahresprognose für das laufende Jahr bestätigen. Erwartet wird ein Umsatz zwischen 500 und 550 Millionen Euro und ein bereinigtes Ebit zwischen 85 und 100 Millionen Euro.

Instone hat sich auf die Entwicklung von Apartmenthäusern und innerstädtischen Wohnquartieren bis hin zur Neugestaltung und Sanierung von denkmalgeschützten Objekten spezialisiert. Das Unternehmen arbeitet dabei mit Kommunen und mit privaten Geschäftspartnern zusammen. Im Immobilienprojekt-Portfolio sind derzeit 47 Entwicklungsprojekte, die laut Instone auf ein erwartetes Gesamtverkaufsvolumen von 5,1 Milliarden Euro kommen. Instone hatte kürzlich die S&P Stadtbau übernommen und will sich auch auf die stark wachsende Region Nordbayerns fokussieren, so Vorstandschef Kruno Crepulja am Dienstag.

AB