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Aktie des Tages Freenet-Aktie in Wartestellung

Stand: 19.03.2019, 14:17 Uhr

Nach langer Talfahrt im vergangenen Jahr kommt die Aktie des Mobilfunk-Anbieters 2019 wieder gut in Fahrt. Bei Freenet lockt die 5G-Perspektive, und die Dividendenrendite ist für so manchen Anleger auch ein starkes Argument.

1,65 Euro je Aktie, das ist ein Wort für Anleger, die bei ihren Papieren vor allem die Dividende im Auge haben. Bei Freenet liegt die Dividendenrendite auf Basis der Ausschüttung, die man für das vergangene Jahr angekündigt hat, bei sage und schreibe 8,5 Prozent.

Die Aktie hat sich seit Jahresbeginn von 17 auf jetzt gut 20 Euro nach oben gearbeitet. Allerdings kommt der Titel aus anderen Höhen: Anfang 2018 war er noch rund 30 Euro wert. Das Wachstum des Vermittlers von Mobilfunkverträgen hatte im vergangenen Jahr nicht mit den hochgesteckten Erwartungen des Marktes mitgehalten.

Cash Flow zu niedrig?

Dabei hatte das vierte Quartal 2018, über das Freenet Anfang März berichtete, durchaus Achtungspotenzial: Das Ebitda kletterte um 8,3 Prozent auf 128 Millionen Euro. Die Experten hatten im Schnitt lediglich mit 115 Millionen Euro gerechnet. Beim Umsatz gab es immerhin ein Wachstum um rund vier Prozent auf 988,9 Millionen Euro. Unmittelbar nach Bekanntgabe der Zahlen geriet die Freenet-Aktie aber unter Druck, Analysten bemäkelten den Cash Flow, der rückläufig war.

Zuletzt hatte zudem die Diskussion über eine Übernahme des Schweizer Telekomkonzerns UPC durch Sunrise für Unruhe, auch bei Freenet-Aktionären. Denn Freenet ist mit knapp einem Viertel der Anteile an Sunrise beteiligt. Die Befürchtung war hier, dass man sich an der Übernahme von UPC finanziell beteiligen könne. Dies hat Freenet allerdings bestritten.

Zukunftsmusik im mobilen Internet

Ein Stück Zukunftsfantasie steckt trotz der eher geringen Wachstumsdynamik noch in der Freenet-Aktie. Die Versteigerung der 5G-Mobilfunklizenzen Mitte März in Deutschland ist gleichsam der Startschuss für ein neues Zeitalter in Sachen mobiles Surfen. Experten halten es für möglich, dass die hohen Übertragungsgeschwindigkeiten bei 5G sogar Kabelnetzbetreiber gefährden könnten. Für Mobilfunkkunden wird es neue Datentarife geben, die nicht nur für die Netzbetreiber, sondern auch die Vermittler wie Freenet neue Einnahmequellen erschließen dürften.

AB