First Sensor: Kursverlauf am Börsenplatz Xetra für den Zeitraum 6 Monate

Aktie des Tages First Sensor: Wetten auf den Boom der Zukunft

Stand: 11.01.2018, 15:54 Uhr

Wer ein autonomes Auto bauen will, kommt an Sensorik nicht vorbei. Ein Zukunftsmarkt mit riesigem Entwicklungspotenzial, in dem auch das Berliner Unternehmen First Sensor mitmischen möchte.

Glaubt man den Berechnungen der Unternehmensberatung Bain & Company, wird der weltweite Markt für automatisierte Fahrzeuge und Fahrassistenzsysteme bis 2025 ein Volumen von 22 bis 26 Milliarden Dollar mit jährlichen Wachstumsraten zwischen 12 bis 14 Prozent erreichen. 2035 könnten bereits 54 Millionen selbstfahrende Autos weltweit auf den Straßen unterwegs sein. Der frühere Bundesverkehrsminister Alexander Dobrindt (CSU) erwartet erste Fahrzeuge sogar schon in fünf Jahren auf deutschen Straßen.

Um diesen Traum zu ermöglichen, sind Sensoren unerlässlich. Produkte, wie sie das vor 25 Jahren in Berlin gegründete und seit 1999 an der Frankfurter Wertpapierbörse notierte Unternehmen First Sensor entwickelt und produziert.

Hoffnungsträger Fotodioden

Seitdem die Debatte um selbstfahrende Autos an Intensivität zunimmt, ist auch das im Südosten der Hauptstadt angesiedelte Unternehmen in den Fokus der Anleger geraten. Dabei hat sich der Aktienkurs seit dem Jahrestief von 11,15 Euro bis heute mehr als verdoppelt.

Als Hoffnungsträger und zukünftige Wachstumstreiber von First Sensor gilt die "LiDar“-Technologie. Dabei sorgen Fotodioden für einen 360-Grad-Überblick und ein Abtasten der Umgebung. "Im Zusammenspiel mit Radar und Kameras wird dadurch autonomes Fahren möglich”, erläutert Vorstandschef Dirk Rothweiler, der seit anfang letzten Jahres das Unternehmen führt.

Auf der Kundenliste standen bereits namhafte Unternehmen wie Lightwave oder Bosch. Zudem fertigt das Unternehmen Drucksensoren für die Autoindustrie. Ein im Dezember unterschriebener Vertrag sichert dem Unternehmen in diesem Bereich bis 2012 jährliche Erlöse von acht Millionen Euro.

Moderates Wachstum in den ersten neun Monaten

Vom Milliardenmarkt autonomes Fahren kann sich First Sensor also höchstens ein paar Krumen picken. Im dritten Quartal stieg der Umsatz des Unternehmens um 1,3 Prozent auf 39,3 Millionen. Gegenüber dem Vorquartal betrug das Wachstum 13,6 Prozent.

First Sensor Avalanche-Photodiode und Firmenlogo

First Sensor Avalanche-Photodiode. | Bildquelle: Unternehmen

In den ersten neun Monaten des Geschäftsjahres erreichte der Umsatz insgesamt 108,2 Millionen Euro. Das Betriebsergebnis (Ebit) erreichte 4,1 Millionen Euro im dritten Quartal. Für die ersten neun Monatenergibt sich ein Ebit von 7,5 Millionen Euro, was einer Marge von 6,9 Prozent entspricht. Nach Steuern und Devisenabsicherungen ist der Überschuss in den ersten neun Monate allerdings um die Hälfte auf 3,0 Millionen Euro oder 0,28 Euro je Aktie im Vergleich zum Vorjahr geschrumpft.

Für das Gesamtjahr erwartet das Unternehmen einen Umsatz zwischen 140 und 145 Millionen Euro sowie eine Ebit-Marge zwischen fünf und sechs Prozent. Damit ist ein Engagement bei First Sensor eher für risikobewusste Anleger geeignet, enthält doch der rasante Kursanstieg der letzten Monate bereits reichlich Vorschlusslorbeeren auf die künftige Geschäftsentwicklung.

lg