First Sensor: Kursverlauf am Börsenplatz Xetra für den Zeitraum 1 Jahr

Sensorik-Spezialist unter der Lupe First Sensor hat den Durchblick

Stand: 22.12.2017, 14:10 Uhr

Die Digitalisierung bestimmt in immer größerem Ausmaß das Leben der Menschen. Mitten drin in diesem Boom ist das Berliner Tech-Unternehmen First Sensor. Und auch die Börse ist schon hellhörig geworden.

Der Kurs der im Prime Standard der Deutschen Börse enthaltenen Aktie hat sich seit dem Jahrestief im Juli bei 11,13 Euro fast verdoppelt. Die Anleger greifen zu, denn das Berliner Unternehmen hat ein Produkt entwickelt, ohne das autonomes Fahren unmöglich ist: einen Sensor, der vielfältigste Veränderungen seiner Umwelt wahrnimmt und umformt.

Wachstumsmarkt Sensorik

First Sensor bietet Lösungen für Kunden aus den Bereichen Industrie, Medizin oder Mobilität an. Aktuell fokussiert sich Firmenchef Dirk Rothweiler besonders auf den boomenden Mobility-Markt, womit der weite Bereich des autonomen Fahrens umschrieben wird.

Frau in einem selbstfahrenden Auto

Selbstfahrendes Auto. | Bildquelle: Volvo

Besonders interessant für Rothweiler dabei: Die "LiDar"-Technologie. Avalance- beziehungsweise Lawinen-Fotodioden machen es möglich, die Umgebung abzutasten und dabei einen 360-Grad-Rundüberblick zu geben. "Im Zusammenspiel mit Radar und Kameras wird dadurch autonomes Fahren möglich”, erläutert Rothweiler gegenüber "Capital". Auf der Kundenliste stünden bereits namhafte Unternehmen wie Lightwave oder Bosch.

Gutes drittes Quartal

Das Zahlenwerk des Unternehmens für das dritte Quartal deutet jedenfalls in die richtige Richtung. So legten die Erlöse im Quartalsvergleich von 34,6 auf 39,2 Millionen Euro um 13,6 Prozent zu. Im Vergleich zum hohen Vorjahreswert steht ein Plus von 1,3 Prozent in den Büchern. Das Betriebsergebnis (Ebit) machte im Quartalsvergleich einen Sprung von 1,6 auf 4,1 Millionen Euro, nach 2,9 Millionen im dritten Quartal 2016.

Auch die Ebit-Marge konnte im Jahresvergleich kräftig gesteigert werden: auf 10,4 nach 7,4 Prozent. Im Ausblick äußerte sich Rothweiler zuversichtlich und bestätigte die anvisierten Ziele. Der Umsatz soll zwischen 140 und 150 Millionen Euro und die Ebit-Marge zwischen fünf und sechs Prozent liegen.

rm