Eckert + Ziegler: Kursverlauf am Börsenplatz Xetra für den Zeitraum 1 Jahr

Aktie des Tages Eckert + Ziegler-Aktie strahlt

Stand: 23.07.2019, 17:05 Uhr

Während viele Konzerne in Dax & Co. derzeit ihre Prognosen senken und damit auf eine schwächere konjunkturelle Lage reagieren, funktioniert die Welt beim Berliner Spezialisten für Strahlentechnik anders: Eckert +Ziegler erhöht die Gewinnprognose - Aktionäre freuen sich.

Die Aktie von Eckert + Ziegler ist in den vergangenen Monaten fast beängstigend angestiegen. Dümpelte sie vor zwei Jahren noch bei 35 Euro herum, wurden Anfang dieses Jahres erstmals die 100 Euro touchiert. Danach ging es wieder bis auf 75 Euro zurück, offenbar hatten viele Anleger erst einmal Lust auf Gewinnmitnahmen.

Am Dienstag allerdings dürften sich alle Aktionäre bestätigt fühlen, die dem Titel treu geblieben sind. Nachdem die 100-Euro-Hürde wieder erreicht wurde, geht es inzwischen auf 114 Euro nach oben, ein Tagesplus von rund zehn Prozent.

Radioaktiv und stark gefragt

Motiviert haben gute Zahlen, hohe Gewinne und ein prächtiger Ausblick die Investoren, bei Eckert + Ziegler nochmals kräftig nachzukaufen. Das Unternehmen beliefert die Medizintechnik-Hersteller mit Strahlentechnik, etwa radioaktiven Komponenten für medizinische, wissenschaftliche und messtechnische Zwecke. Hauptkunden sind internationale Medizingerätehersteller und Kliniken.

Produktion bei Eckert + Ziegler

Eckert + Ziegler. | Bildquelle: Unternehmen

Im Auftrag von Medizingeräteherstellern übernimmt die Gruppe die Entwicklung, Erprobung, Herstellung und Markteinführung neuer, schwach radioaktiver Produkte. Umsatzstärkster Bereich ist das Segment Isotope Products, das deutlich mehr erwirtschaftet als die anderen beiden Sparten Strahlentherapie und Radiopharma.

Gewinne höher als gedacht

Und die Nachfrage danach steigt ungehemmt weiter: Im abgelaufenen Halbjahr stieg der Umsatz im fortgeführten Geschäft im Vergleich zum Vorjahreszeitraum laut vorläufigen Zahlen um zehn Prozent auf 89 Millionen Euro. Deutlich stärker kletterte der Gewinn je Aktie: Nämlich um 56 Prozent auf 2,59 Euro. Laut Eckert & Ziegler sind darin kaum Sondereffekte enthalten. Zudem würden fast alle Hauptproduktgruppen weiterhin gut nachgefragt.

Und so soll es nach Angaben des Unternehmens weitergehen: Pro Aktie wollen die Berliner nun 4,00 Euro verdienen, bislang waren 3,50 Euro in Aussicht gestellt worden. Der Trend bei zeigt also weiter nach oben, in der Geschäftsentwicklung und wohl auch bei der Aktie.

AB