Ebay: Kursverlauf am Börsenplatz Frankfurt für den Zeitraum 1 Jahr

Aktie des Tages Ebay: Totgeglaubte leben länger

Stand: 27.12.2017, 13:18 Uhr

Aktien des Online-Auktionshauses haben sich im zuende gehenden Börsenjahr wacker geschlagen. Dabei hatten viele Investoren vor allem auf die ehemalige Tochter Paypal gesetzt. Doch auch beim einstigen Mutterkonzern wird weiter Geld verdient.

Von unter 30 Dollar zu Jahresbeginn hat sich der Titel des Internet-Urgesteins bis zum Ende des Börsenjahres auf knapp 38 Dollar nach oben gearbeitet. Der Wertzuwachs von gut einem Viertel liegt damit in etwa gleichauf mit der Benchmark, dem Technologie-Auswahlindex Nasdaq 100.

Der Online-Shopping-Trend hält

Ebay profitiert nach wie vor - wie der große Konkurrent Amazon - vom immer weiter laufenden Trend in Sachen Online-Shopping. Vor Weihnachten meldete das Unternehmen etwa in Deutschland seinen verkaufstärksten Tag. Die Wachstumsraten bei dem Unternehmen lagen bei Ebay im vergangenen Quartal mit rund acht Prozent deutlich unter denen von Amazon, das 20 Prozent wuchs.

Profitabler als Amazon

Ein Blick auf die Profitabilität verrät aber, dass Ebay in dieser Hinsicht durchaus interessant für Anleger bleibt. Da das Geschäftsmodell fast ausschließlich auf Verkäufergebühren basiert, liegen die Gewinnmargen deutlich über denen bei Amazon, das auch stark in Lagerhaltung und Versand investiert. Laut dem Anleger-Magazin "Motley Fool" etwa liegt diese Marge bei Ebay im laufenden Jahr bei rund 23 Prozent. Amazon oder auch der US-Einzelhändler Wal Mart, der inzwischen ebenfalls massiv im Online-Versandhandel tätig ist, kommen danach jeweils auf weniger als fünf Prozent.

Mit den Zahlen zum dritten Quartal hatte Ebay Anleger denn auch eigentlich positiv überrascht. Von Juli bis Ende September verdiente der Internet-Riese unterm Strich 523 Millionen Dollar - das ist ein Viertel mehr als im Vorjahreszeitraum. Der Umsatz stieg im Berichtszeitraum auf 2,4 Milliarden Dollar. 

Die Aktie rutschte nach der Veröffentlichung der Zahlen dennoch ab, weil der Ausblick des Konzerns leicht unter den Erwartungen lag. Doch die Aktie hat sich davon leicht erholt.

Investieren ins Kauf-Erlebnis

Derzeit investiert das Unternehmen stark in seine Online-Plattform, will die Nutzerfreundlichkeit erhöhen und auch mobiles Einkaufen erleichtern. Für Anleger bleibt die Kernfrage, ob es dem Unternehmen gelingen wird, sich im stark umkämpften Online-Shopping-Markt weiter gegen den "Kraken" Amazon, aber auch kleinere Anbieter und nicht zuletzt die Online-Shops großer Einzelhändller zu behaupten.

AB