Dropbox: Kursverlauf am Börsenplatz Düsseldorf für den Zeitraum 6 Monate

Aktie des Tages Dropbox-Aktie vor Comeback?

Stand: 12.11.2018, 13:00 Uhr

Lange war es ruhig um die Aktie des Anbieters von Speicherdiensten im Internet. Zum Börsengang gehypt, danach schnell in der Versenkung verschwunden. Doch nun scheint die Reise für das amerikanische Technologieunternehmen wieder aufwärts zu zeigen.

Derzeit notiert die Dropbox-Aktie an der Nasdaq wieder bei gut 25 Dollar. Das ist meilenweit vom Höchstkurs über der 40-Dollar-Marke entfernt, die im Juni erreicht wurde - aber auch schon wieder gut 20 Prozent über dem Tiefstand Mitte Oktober.

Aktie mit vielen Fans zum Start

High-Tech-Fans hatten den Konkurrenten von Google und Amazon in Sachen Speicherplatz in der "Cloud" zum Börsengang im März hochgelobt. So stark, dass Dropbox zwei Mal seinen Ausgabepreis anheben musste. Zu 21 Dollar wurden die Anteilsscheine schließlich ausgegeben, zu 29 Dollar aber gleich nach dem Börsen-Stapellauf gehandelt. Dropbox hatte den größten Tech-Börsengang seit dem App-Anbieter Snap.com ein Jahr zuvor geschafft, zwischenzeitlich war das Unternehmen rund 20 Milliarden Dollar wert.

Wie so oft in der Technologiebranche hielten die Zuwächse beim Umsatz und die Ergebnisentwicklung auch bei Dropbox nicht mit den hochgesteckten Erwartungen Schritt. Im August schraubten sich die Titel vor Bekanntgabe der Quartalsergebnisse um zehn Prozent nach oben - um dann gleich nach der Präsentation in gleichem Ausmaß zu verlieren. Dropbox hatte die Ergebniserwartungen zwar übertroffen, musste aber den Weggang des Leiters des operativen Geschäfts Dennis Woodside vermelden.

Quartalszahlen machen Mut

Mit den Quartalszahlen zum dritten Quartal scheint Dropbox nun den gerupften Anlegern wieder deutlich mehr Vertrauen einzuflößen. In der vergangenen Woche meldete das Unternehmen einen Umsatzanstieg um 26 Prozent auf 360 Millionen Dollar. Die Zahl der zahlenden Nutzer ist binnen eines Jahres von 10,4 auf 12,3 Millionen angestiegen. Dropbox konzentriert sich hier zunehmend auf Geschäftskunden, während die großen Konkurrenten Google und Amazon auch auf Privatkunden zielen. Dropbox hat nach eigenen Angaben sogar rund 500 Millionen Nutzer, der allergrößte Teil davon nutzt aber die kostenlosen Speicherangebote des Konzerns.

Unter dem Strich hat sich der Verlust im Vorjahresvergleich von 14,1 auf 5,8 Millionen Dollar mehr als halbiert, die Profitzone ist also durchaus in Sicht.

Auch Charttechniker sind angesichts der jüngsten Kursentwicklung aufmerksam auf die Dropbox-Aktie geworden. Laut den Experten von HSBC wurde bei Kursen über 24,54 Dollar ein "Buy-Trigger" ausgelöst. Der könne die Aktie nun recht schnell in Richtung 28 Dollar befördern. Der Weg dorthin scheint bereitet.

AB