Apple: Kursverlauf am Börsenplatz Frankfurt für den Zeitraum 1 Jahr

Aktie des Tages Apples Geldberg wird noch gigantischer

Stand: 16.02.2018, 10:33 Uhr

Das wertvollste Unternehmen der Welt dürfte längerfristig noch wertvoller werden. Denn schon bald dürfte Apple seinen Anteilseignern noch mehr zurückgeben.

Hintergrund ist die Steuerreform der Regierung von Präsident Donald Trump. Die sorgt dafür, dass amerikanische Konzerne im Ausland geparkte Gewinne steuerbegünstigt in die USA zurückholen können. Und bei Apple geht es um richtig viel Geld. Von den im Ausland gebunkerten 245 Milliarden Dollar bleiben nach der von Apple angekündigten Steuerzahlung von 38 Milliarden Dollar immerhin noch 207 Milliarden Dollar übrig.

Apple: Kursverlauf am Börsenplatz Frankfurt für den Zeitraum Intraday
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Doch gewaltige Steuerzahlungen kann Apple verschmerzen, denn es dürfte nicht allzu lange dauern, bis der Geldberg wieder im selben Maß angeschwollen ist. Schaut man in die vergangenen Quartalsberichte (FORM 10-Q) auf der Apple-Website, lässt sich die Dynamik beim Geldscheffeln ersehen. Addiert man die Bilanzpositionen "Cash and cash equivalents", "Short-term marketable securities" und "Long-term marketable securities", hatte Apple Ende vergangenen Jahres 285 Milliarden Dollar auf der hohen Kante. Besonders stark war der Zuwachs im gewinnträchtigen Weihnachtsquartal. Hier lag der Zuwachs bei gut 18 Milliarden Dollar. Innerhalb der vergangenen zwölf Monate lag das Plus bei 39 Milliarden Dollar.

Die Zuwächse erscheinen sogar noch beeindruckender, wenn man bedenkt, dass Apple auch den Aktionären massiv Geld zurückgegeben hat. Von Ende 2016 bis Ende 2017 sank die Zahl der Apple-Aktien inlusive Aktienoptionen durch Rückkäufe von 5,328 auf 5,158 Milliarden. Außerdem lag die Dividende in den vergangenen vier Quartalen jeweils bei 63 Cent je Aktie - aufs Jahr hochgerechnet immerhin bei 2,52 Dollar je Aktie.

HomePod im Blick

Apple-Logo

Apple-Logo. | Bildquelle: Unternehmen

Und Apple arbeitet am weiteren Wachstum. Ein großer neuer Hoffnungsträger ist der Lautsprecher "HomePod". Zwar verspricht ein Verkaufspreis von 349 Dollar im Vergleich zum iPhone nicht gerade neue Umsatzrekorde. Zumal der Lautsprecher einen viel längeren Produktlebenszyklus haben dürfte als das kurzfristige iPhone, das im Jahrestakt erneuert wird.

Doch die Phantasie für Apple schlummert woanders. Denn mit dem HomePod lässt sich ausschließlich der eigene Musikstreaming-Dienst "Apple Music" per Sprachbefehl nutzen. Und damit sind Konkurrenten wie Spotify und Deezer eben draußen. Die Umsätze mit "Apple Music" weist der Konzern bisher nicht gesondert aus, sondern versteckt im Bereich "Services". Doch dieser mit Abstand am schnellsten wachsende Bereich gilt mit einer Bruttomarge von 65 Prozent als bisher profitabel. Im Vergleich dazu die Bruttomarge im Gesamtkonzern bei "nur" 38 Prozent.

Die Dividende und Aktienrückkäufe könnten also schon bald noch kräftiger ausfallen. Das alles scheint auch Investorenlegende Warren Buffett überzeugt zu haben. Mittlerweile ist Apple die größte Vermögensposition seiner Beteiligungsgesellschaft Berkshire Hathaway.

ME