Batteriesystemfabrik AKASOL in Langen (Hessen)

Elektromobilität Akasol strebt an die Börse

Stand: 05.06.2018, 13:09 Uhr

Vielleicht geht es sehr schnell: Der Batteriesystem-Anbieter Akasol kündigt „zeitnah“ einen Börsengang an. Der Trend zur Elektromobilität könnte die Aktien des Darmstädter Unternehmens für Anleger interessant machen, hofft das Management.

Banken seien bereits mit den Planungen beauftragt. Wann genau es soweit ist, ist allerdings noch nicht bekannt. Wie viel Geld Akasol aufnehmen will, wurde nicht mitgeteilt. Spekuliert wird aber, dass bereits im Juni Aktien im Wert von 100 bis 125 Millionen Euro an Investoren verkauft werden sollen. Der Börsengang sei im regulierten Markt (Prime Standard) der Frankfurter Wertpapierbörse geplant, wie es in der Unternehmensmitteilung heißt.

Verwendet werden sollen die Nettoemissionserlöse zur Förderung des organischen Unternehmenswachstums, zum Erhalt und Ausbau einer technologisch führenden Position im Bereich der Elektromobilität sowie zur Finanzierung von gezielten M&A-Transaktionen, teilt das Management mit.

»Die Chancen der Elektromobilität werden seit Langem diskutiert. Der Markt für Hochleistungsbatteriesysteme, insbesondere für Busse und Nutzfahrzeuge, befindet sich aus unserer Sicht gerade an der Schwelle zu einem deutlichen Wachstum in den kommenden Jahren. Das Geschäft von Akasol zwischen den Batteriezellenherstellern und den E-Mobility-OEMs und damit am optimalen Punkt der Wertschöpfungskette für Hochleistungsbatteriesysteme.«

Sven Schulz, CEO und Mitgründer von Akasol

Werk in den USA geplant

Mit dem Börsengang will Akasol auch international expandieren. 2019 ist der Markteintritt in den USA mit einem Werk in Michigan geplant. Das Unternehmen mit 110 Mitarbeitern, das mehrheitlich dem bayerischen Maschinenbauer und Autozulieferer Schulz gehört, stellt Batteriesysteme für Busse, Bahnen, Lkws, Industriefahrzeuge und Boote her. Gegründet wurde es im Jahr 2008.

Zu den größten Kunden zählen Daimler und Volvo. 2017 erzielte das Unternehmen bei einem Umsatz von 14,5 Millionen Euro ein Betriebsergebnis (Ebit) von rund 1,1 Millionen. Für das Jahr 2018 erwartet Akasol einen Umsatz zwischen 22 Millionen und 24 Millionen Euro.

ts