Firmenlogo auf dem Dach der Aixtron Zentrale in Herzogenrath.
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Aktie legt kräftig zu Aixtron hebt Prognose an

Stand: 30.10.2018, 09:28 Uhr

Die Papiere des Spezialmaschinenbauers setzen sich heute an die TecDax-Spitze. Das Unternehmen hat gute Zahlen für das dritte Quartal, vor allem aber eine Prognoseanhebung verkündet.

Um rund 15 Prozent geht es zum Handelsstart mit den Titeln nach oben. Die Aixtron-Aktie könnte sich aus dem Abwärtstrend der vergangenen Wochen befreien, sollte die Kurserholung nachhaltig sein.

Nachhaltig scheinen zumindest die Geschäfte des Konzerns zu laufen. Der Hersteller von Spezialmaschinen, die zur Herstellung von Halbleiterprodukten eingesetzt werden, kann sich über Aufträge derzeit nicht beklagen. Die zuletzt eher schlechten Nachrichten aus der Chip-Branche, unter anderen musste der US-Konzern Texas Instruments eine Gewinnwarnung veröffentlichen, scheinen Aixtron (noch) nicht zu beeindrucken.

3D-Sensoren besonders gefragt

Laut Vorstand Bernd Schulte haben dabei vor allem Aufträge für Anwendungen für rote, orangefarbene und gelbe (ROY) LED, Laser und Leistungselektronik die Bücher gefüllt. Aixtron beliefert die Industrie hier mit Anlagen, die besonders im Bereich der 3D-Sensorik oder der optischen Datenübertragung gefragt sind.

Um 16 Prozent auf 230 Millionen Euro stieg der Auftragseingang im Vergleich zum Vorjahr. Der Auftragsbestand liegt derzeit bei 152 Millionen Euro, ein Zuwachs um 53 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Im dritten Quartal steigerte sich der Umsatzanstieg um 15 Prozent auf 63,4 Millionen Euro verbucht. Das Ebit wurde mit 8,7 Millionen Euro mehr als verdoppelt. Netto verdiente Aixtron 11,7 Millionen Euro - nach 3,7 Millionen im Vorquartal.

Gesamtjahr ziemlich rosig

Das Unternehmen rechnet nun für 2018 bei einem Umsatz von rund 260 Millionen Euro mit einem Ebit zwischen 35 und 40 Millionen Euro. Bislang war Aixtron von einem Wert von zehn Prozent des Umsatzes ausgegangen, was etwa 26 Millionen Euro entsprach.

AB