Airbnb-Chef Brian Chesky

Die Börse muss länger warten Airbnb-Börsengang verspätet sich erneut

Stand: 20.09.2019, 07:36 Uhr

Es würde ein Multi-Milliarden-Börsengang werden: Das IPO des Apartment-Vermittlers Airbnb. Doch nun müssen sich die Anleger noch länger gedulden. Grund sind ungelöste Probleme.

Das Unternehmen aus San Francisco rechnet erst im Laufe des kommenden Jahres mit einem Gang an die Börse. Laut einem Bericht des amerikanischen Magazins "Bloomberg Businessweek" hat Airbnb Druck, Probleme in New York zu lösen, bevor es an die Börse geht. Mit den Behörden der wichtigen US-Metropole gibt es schon lange Uneinigkeit. Airbnb wird unter anderem vorgeworfen, den Mangel an erschwinglichem Wohnraum zu verstärken, illegale Inserate zu dulden und ruhige Nachbarschaften lärmenden Touristen-Horden auszuliefern.

Laut dem Bericht ist es Airbnb in New York bislang nicht gelungen, sich mit den Aufsehern zu einigen. Investoren drängten aber darauf, dass die rechtlichen Probleme vor dem Börsengang gelöst werden.

Verschiebungen haben Tradition

Anfang 2017 hatte Airbnb-Chef Brian Chesky den Börsengang noch als "Zweijahresprojekt" bezeichnet. Im Februar des vergangenen Jahres hieß es dann, dass es 2018 nichts mehr werde.

Airbnb hatte im zweiten Vierteljahr die Marke von einer Milliarde Dollar Umsatz geknackt - zum zweiten Mal auf Quartalsbasis in der elfjährigen Unternehmensgeschichte. Ergebniszahlen veröffentlicht das Unternehmen bisher nicht. Über Airbnb werden inzwischen mehr als sieben Millionen Wohnungen und Häuser in mehr als 100.000 Städten weltweit zur Kurzzeitmiete angeboten.

ME