Kreuzfahrtschiff Carnival Glory der Schifffahrtslinie Carnival Cruise Line

Sanktionen gegen Kuba Aida-Konzern im Sturmtief

Stand: 21.06.2019, 12:54 Uhr

Die Aktien des Kreuzfahrt-Veranstalters Carnival fallen am Freitag weiter und erreichen damit ein Sechs-Monats-Tief von 3.665 Pence. Im Februar waren die in London notierten Aktien noch 4.430 Pence wert. Schuld daran ist US-Präsident Trump.

Die USA halten an ihrer Sanktionspolitik gegen Kuba fest und wollen damit dem Land Einnahmen in Millionenhöhe entziehen. Auch die Tourismusbranche ist davon betroffen. Seit Juni dürfen keine US-Kreuzfahrtschiffe mehr nach Kuba reisen.

800.000 Passagierbuchungen sind betroffen

Das betrifft nach Informationen des US-Nachrichtensenders CNN fast 800.000 Passagierbuchungen, die derzeit geplant sind oder bereits durchgeführt werden. Kreuzfahrtunternehmen müssen nun ihre Routen anpassen.

Ein Kreuzfahrtschiff der Carnival, welches derzeit unterwegs ist, soll statt am Hafen von Havanna nun in Mexiko anlegen. Als Entschädigung erhalten die Passagiere einen Gutschein im Wert von 100 Dollar.  

Reederei rechnet mit weniger Gewinn

Der Kreuzfahrt-Veranstalter, zu dessen Flotte seit 2003 die "Aida"- Schiffe gehören, rechnet aufgrund dieser Entwicklung für 2019 nur noch mit einem Gewinn von 4,25 bis 4,35 statt 4,35 bis 4,55 Dollar je Aktie. In ihrem Sog gaben die Titel der Rivalen Royal Caribbean ("Mein Schiff") und Norwegian Cruise Line ebenfalls nach.

sts