Smartphones mit Adyen-Bezahlsystem

Riesen-IPO im Fintech-Segment Adyen hofft auf eine Milliarde

Stand: 05.06.2018, 14:45 Uhr

Der niederländische PayPal-Rivale Adyen wird wohl am 13. Juni in Amsterdam an die Börse gehen. Adyen ist bereits ein bedeutender Player in der Branche, viele große Internet-Konzerne zählen zu den Kunden.

PayPal: Kursverlauf am Börsenplatz Frankfurt für den Zeitraum 6 Monate
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Adyen hatte Ende Januar PayPal als bevorzugten Bezahldienst von Ebay abgelöst. Die Niederländer arbeiten auch schon mit Netflix, Airbnb, Spotify und Uber zusammen. Der Konzern strebe eine Platzierung am 13. Juni an der Euronext in Amsterdam an, wie Adyen am Dienstag mitteilte.

Die Aktien würden zu einem Preis von 220 bis 240 Euro angeboten, heißt es weiter. Adyen käme damit auf eine Marktbewertung von 6,5 bis 7,1 Milliarden Euro. Der Börsengang wäre einer der größten eines europäischen Fintech-Unternehmens überhaupt.

Freiheit zum Aufbau  

Geplant ist den Angaben zufolge, dass die bisherigen Aktionäre Anteile von bis zu 14,2 Prozent an Adyen am Kapitalmarkt platzieren. Damit wäre der Börsengang bis zu 947 Millionen Euro schwer. Konzernchef Pieter van der Does hatte bei der Bekanntgabe der Pläne erklärt, mit dem Schritt verschaffe sich das Management die Freiheit, das Unternehmen weiter aufbauen zu können.

Einem Bericht des "Financieele Dagblad" zufolge könnte Ebay nach dem Börsengang mit bis zu fünf Prozent an Adyen beteiligt sein. Adyen hat 2017 gut 1,1 Milliarden US-Dollar Umsatz gemacht.

In der Branche übernehmen gegenwärtig kleinere Neulinge das Geschäft der traditionellen Bezahldienste. PayPal selbst kaufte zuletzt für 2,2 Milliarden Dollar das schwedische Fintech-Unternehmen iZettle, das ursprünglich auch an die Börse wollte.

ts