Adidas Werbeträger Justin Bieber
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Adidas top in Form Es läuft!

Stand: 03.05.2018, 08:59 Uhr

Adidas ist wieder voll gefragt. In Nordamerika wie in China. Die Marke mit den drei Streifen lässt Gewinne und Umsätze kräftig steigen. Der Dax-Konzern steckt sogar den starken Euro locker weg.

Die Krisenzeiten sind vorbei, das Image ist wieder aufpoliert. Adidas wird nicht mehr als reiner Sportartikelhersteller wahrgenommen, sondern als Streetwear- und Lifestyle-Marke. Da lassen sich für Sportschuhe und -kleidung höhere Preise durchsetzen. Gut für die Margen. Im ersten Quartal steigerte die Nummer zwei auf dem weltweiten Sportartikelmarkt den Gewinn aus dem fortgeführten Geschäft um 17 Prozent auf 542 Millionen Euro.

Der schwache Dollar begrenzte zwar das Umsatzwachstum auf zwei Prozent. Rechnet man Währungseffekte heraus, stieg der Umsatz aber um zehn Prozent auf 5,55 Milliarden Euro. Umsatztreiber war China, wo die Erlöse um 26 Prozent zulegten. Auch in Nordamerika, dem Heimatmarkt des Hauptrivalen Nike, läuft es. Dort steigerte Adidas seine Verkäufe um 21 Prozent. Zudem wuchs das Online-Geschäft kräftig. Der Verkauf über die eigenen Online-Portale stieg um 27 Prozent.

»Die Ergebnisse entsprechen voll und ganz unseren Erwartungen. Gleichzeitig ist es uns gelungen, den Gewinn deutlich schneller als den Umsatz zu steigern, obwohl wir weiterhin in die Steigerung der Attraktivität unserer Marken investiert haben.«

Vorstandschef Kasper Rorsted

Profitabilität im Fokus

Die operative Umsatzrendite verbesserte sich auf 13,4 von 11,6 Prozent. Das ist deutlich mehr, als sich Adidas-Chef Rorsted für das Gesamtjahr vorgenommen hat: Die Marge soll dann auf 10,3 bis 10,5 Prozent steigen, im Vorjahr lag sie bei 9,8 Prozent liegen. Negative Währungseffekte und höhere Beschaffungskosten dürften voraussichtlich an der Rendite knabbern, erklärte Adidas.

Der Gewinn aus dem fortgeführten Geschäft soll in diesem Jahr um 13 bis 17 Prozent auf bis zu 1,68 Milliarden Euro steigen, der Umsatz währungsbereinigt um rund zehn Prozent zulegen. Bei der Tochter Reebok geht der Umbau weiter. Bis 2020 soll die lange vernachlässigte Fitnessmarke wieder profitabel sein.

Adidas-Aktie ist Klassenbeste

Auch an den Finanzmärkten ist der Nike- und Puma-Wettbewerber wieder en vogue. Adidas ist es immer wieder gelungen, die eigenen Ziel zu übertreffen und neue Rekorde aufzustellen. Die Konkurrenz sieht angesichts des atemberaubenden Tempos, das Adidas-Chef Kasper Rorsted seit seinem Amtsantritt an den Tag gelegt hat, oft alt aus.

Adidas-Aktien sind 2018 von allen Dax-Werten am besten mit 20 Prozent Plus. Ihren Tiefpunkt im laufenden Jahr hatten die Papiere direkt am ersten Handelstag bei rund 165 Euro. Danach erholten sich die Anteilscheine, bevor mit der Bilanzvorlage Mitte März die angehobenen Zielen sowie ein angekündigter Aktienrückkauf für Auftrieb sorgten. Ihren vorläufigen Höhepunkt erreichten die Titel Mitte April, als sie über 215 Euro stiegen.

bs

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Aktien für ein fittes Depot Von Adidas bis Under Armour

<strong>Nike (Xetra)</strong><br/>Nike ist die Nummer 1 der Branche, musste im vergangenen Jahr aber einige Rückschläge verkraften. So gingen die Umsätze auf dem Heimatmarkt USA zurück. Entsprechend zerklüftet zeigt sich der Aktienkurs. Von ihrem im Oktober markierten Jahrestief hat sich die Aktie zwar wieder erholt, tritt aber seit Jahresbeginn auf der Stelle. Zuletzt litt Nike unter der US-Steuerreform. Sie brockte dem Unternehmen im letzten Quartal (bis Ende Feburar 2018) einen Verlust von 921 Millionen Dollar ein. Die Erlöse kletterten dank starker Nachfrage im Ausland - vor allem in China - um knapp sieben Prozent auf 9,0 Milliarden Dollar.: Kursverlauf am Börsenplatz Xetra für den Zeitraum 1 Jahr

Nike (Xetra)
Nike ist die Nummer 1 der Branche, musste im vergangenen Jahr aber einige Rückschläge verkraften. So gingen die Umsätze auf dem Heimatmarkt USA zurück. Entsprechend zerklüftet zeigt sich der Aktienkurs. Von ihrem im Oktober markierten Jahrestief hat sich die Aktie zwar wieder erholt, tritt aber seit Jahresbeginn auf der Stelle. Zuletzt litt Nike unter der US-Steuerreform. Sie brockte dem Unternehmen im letzten Quartal (bis Ende Feburar 2018) einen Verlust von 921 Millionen Dollar ein. Die Erlöse kletterten dank starker Nachfrage im Ausland - vor allem in China - um knapp sieben Prozent auf 9,0 Milliarden Dollar.