Kasper Rorsted, designierter Adidas-Chef

Trikotverkäufe & Reeboks Zukunft Adidas setzt auf die Fußball-WM

Stand: 03.12.2017, 10:10 Uhr

Der Vorstandschef von Adidas, Kasper Rorsted, erwartet einem Medienbericht zufolge durch die Fußball-WM 2018 ein deutlich größeres Geschäft mit Trikots. Auch über die Marke Reebok und den Online-Ausbau äußert sich der Topmanager.

"Im Fußball sind wir klarer Marktführer weltweit und sponsern bei der WM im kommenden Jahr elf Mannschaften. Insgesamt rechne ich 2018 mit einem deutlichen Anstieg der Adidas-Trikotverkäufe wegen der WM. Dabei hoffen wir, dass unsere Teams möglichst weit kommen: Mit Deutschland, Spanien und Argentinien rüsten wir ja drei der Favoriten aus", sagte Rorsted in einem Interview mit der "Rheinischen Post" (Samstagausgabe).

Als künftigen Umsatztreiber identifiziert er vor allem das Online-Geschäft: "Ein wichtiger Treiber ist unser Online-Geschäft, das wir stark ausbauen. 2016 stieg unser Internetumsatz um 60 Prozent auf eine Milliarde Euro. Bis 2020 soll er sich vervierfachen. Das steigert die Rendite überdurchschnittlich, weil wir im Online-Geschäft deutlich profitabler aufgestellt sind."

Was wird aus Reebok?

Die angeschlagene Marke Reebok will Rorsted nicht abgeben: "Wir haben einen Plan, um Reebok wieder zu einer Erfolgsmarke zu machen. Diesen Plan setzen wir jetzt konsequent um." Er lehnt es ab, als Hauptziel den Angriff auf Weltmarktführer Nike zu sehen: "Unser Ziel ist, attraktive Produkte auf den Markt zu bringen und jedes Jahr Marktanteile und Gewinn deutlich auszubauen. Aber dies ist kein Tennismatch mit zwei Spielern, das nur einen Sieger kennt. Wir fokussieren uns auf unser eigenes Geschäft und darauf, immer besser zu werden. Es macht keinen Sinn, als Hauptziel auszugeben, Nike zu schlagen."

In der vergangenen Woche gehörte Adidas mit Kursverlusten von 2,7 Prozent zu den schwächsten Dax-Werten. Seit Jahresbegin hat sich das Papier allerdings um rund 16 Prozent verteuert, während Nike-Aktien etwa sieben Prozent verloren haben.   

rtr