Mario Gomez geht beim Vorrundenspiel Deutschland-Mexiko zu Boden
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Angst vor frühem WM-Aus DFB-Auftaktpleite reißt Adidas mit

Stand: 18.06.2018, 10:48 Uhr

Nach der Niederlage der deutschen Nationalmannschaft im ersten WM-Spiel gegen Mexiko ziehen die Anleger bei Adidas die Notbremse. Ein mögliches Aus in der Vorrunde würde den Ausrüster der Löw-Kicker belasten.

Die Aktien von Adidas sackten am Montag 2,78 Prozent ab und gehörten zu den schwächsten Dax-Werten. Am Donnerstag und Freitag hatten sie noch über vier Prozent gewonnen. Seit Jahresbeginn ist der Kurs um gut 17 Prozent gestiegen.

Einige Anleger befürchten offenbar, dass das Löw-Team bereits in der Vorrunde ausscheiden könnte. Sollte Deutschland auch Schweden nicht besiegen können, würde den Skandinaviern schon ein Remis gegen Mexiko zum Weiterkommen reichen - vorausgesetzt sie gewinnen gegen Südkorea. Gleiches gilt für Mexiko.

Deutscher Heimatmarkt würde leiden

Bei einem solch frühzeitigen Aus der deutschen Nationalelf würden Adidas Absatzverluste vor allem auf dem Heimatmarkt drohen, sagte ein Börsianer. Für den Hersteller von Sport- und Lifestyle-Artikeln sei das deutsche Team ein "starkes Zugpferd" bei der Vermarktung. Freilich: Insgesamt dürfte sich die wirtschaftliche Belastung für Adidas in Grenzen halten.

Zudem hat Adidas noch weitere mögliche Titelkandidaten im Rennen. Der Sportartikelhersteller rüstet elf WM-Teams aus, darunter Spanien, Argentinien, Gastgeber Russland und… Mexiko aus.

Aktien zu heiß gelaufen?

Für manche Börsianer ist die Auftaktpleite der Jögi-Löw-Kicker ohnehin nicht der Hauptgrund für die heutigen Kursverluste von Adidas. Sie verweisen auf den Terminmarkt. Im Vorfeld des Großen Verfallstags am vergangenen Freitag hatten die Adidas-Titel kräftig zugelegt.

nb

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Die Ausrüster der Teams Fußball-WM 2018

Deutsche Fußballnationalmannschaft 2018

Adidas
Dass Deutschlands Nationalmannschaft in Trikots von Adidas aufläuft, hat jahrzehntelange Tradition. Außer dem Fußball-Weltmeister hat das Unternehmen noch elf weitere Mannschaften unter Vertrag: Argentinien, Spanien, Russland, Ägypten, Belgien, Iran, Japan, Kolumbien, Marokko, Mexiko und Schweden.