Abn-Amro-Gebäude in Amsterdam

ABN Amro mit mehr Problemen

Stand: 12.02.2020, 08:39 Uhr

Abschreibungen auf Kredite an Energieunternehmen und höhere Kosten zur Geldwäschebekämpfung haben der niederländischen Bank und Deutsche-Bank-Konkurrent im vergangenen Jahr das Ergebnis vermasselt. Der Gewinn fiel um 13 Prozent auf 2,05 Milliarden Euro, wie die Bank mitteilte. Analysten hatten mit einem höheren Ergebnis gerechnet.

Vor allem im Schlussquartal habe es Belastungen gegeben durch Problemkredite an Energiefirmen, die Offshore-Geschäft betreiben. Schon im Geschäftsjahr 2018 hatte ABN Amro Schwierigkeiten im Darlehensgeschäft mit Firmen aus der Energie-, Diamanten- und Schiffsbranche.

ABN Amro steht wie viele andere Banken in Europa unter dem Verdacht der Geldwäsche. Die niederländischen Behörden drohten dem Konzern eine Strafe an, weil jahrelang verdächtige Zahlungen nicht gemeldet worden seien.