Abn-Amro-Gebäude in Amsterdam

ABN Amro in der Verlustzone

Stand: 13.05.2020, 10:46 Uhr

Das niederländische Geldhaus ist im ersten Quartal in die roten Zahlen gerutscht. Unter dem Strich stand ein Verlust von 395 Millionen Euro nach einem Gewinn von 478 Millionen Euro vor Jahresfrist, wie ABN Amro mitteilte. Im Tagesgeschäft sei es gut gelaufen, die Belastungen in Folge der Corona-Krise seien aber sehr hoch, sagte Bankchef Robert Swaak. Für drohende Kreditausfälle legte ABN Amro 1,1 Milliarden Euro zur Seite. Fast die Hälfte davon stamme aus einem Geschäft mit einem Hedgefonds sowie einem möglichen Betrugsfall in Singapur. In den kommenden Monaten erwartet das Institut weitere Kreditausfälle, die Risikovorsorge werde bis zum Jahresende voraussichtlich auf 2,5 Milliarden Euro steigen.