Zentrale des Immobilienfinanzierers Aareal in Wiesbaden

Ausschüttung geringer als erwartet Aareal Bank knapst an der Dividende

Stand: 19.02.2019, 08:25 Uhr

Weniger als im vergangenen Jahr und auch weniger stark als erwartet will der Immobilienfinanzierer seine Aktionäre bedenken. Laut dem Unternehmen reagiert man damit auf ein "schwieriges Umfeld".

Die Aareal-Aktie nahm die Aussagen und die Pflichtmitteilung des Konzerns vom Vorabend zunächst nicht übel und wird im frühen Geschäft sogar mit leichten Aufschlägen gehandelt.

Der Hauptversammlung soll für 2018 eine Dividende von 2,10 Euro je Aktie vorgeschlagen werden. Für 2017 hatte die Bank noch 2,50 Euro je Anteil ausgeschüttet. Von Bloomberg befragte Experten hatten wegen des erwarteten Rückgangs beim um Sondereffekte bereinigten Gewinn zwar mit einer Dividendenkürzung gerechnet, dabei aber zuletzt im Schnitt einen Wert von 2,25 Euro je Aktie erwartet.

"Unsichers Marktumfeld"

Aareal Bank: Kursverlauf am Börsenplatz Xetra für den Zeitraum Intraday
Kurs
28,20
Differenz relativ
-7,24%

"Mit dem Dividendenvorschlag schaffen wir eine Balance zwischen dem Interesse unserer Aktionäre einerseits und dem zunehmend unsicheren Marktumfeld andererseits", sagte Konzernchef Hermann Merkens. "Gleichzeitig erlaubt dies uns weiterhin, die Potenziale und Chancen, die sich unserem Unternehmen bieten, wahrnehmen zu können", zitierte ihn Reuters am Dienstagmorgen.

Die Dividende entspricht einer Ausschüttungsquote am oberen Rand der im Rahmen der Dividendenpolitik angekündigten Spanne von 70 bis 80 Prozent, bezogen auf das um Sondereffekte bereinigte Ergebnis je Stammaktie (EPS). Auch mit der gesenkten Dividende käme Aareal noch auf eine Dividendenrendite von rund sieben Prozent.

Schafft Aareal die eigenen Vorgaben?

Der Dividendenvorschlag wurde rund eine Woche vor der geplanten Bekanntgabe der Jahreszahlen, am 27. Februar, veröffentlicht. Auch dies ein Zeichen für die Anleger. Die dürfen nun noch eine Weile darüber spekulieren, ob die Bank wie zuletzt angeben beim Betriebsergebnis einen Wert von 312 bis 352 (2017: 328) Millionen Euro geschafft hat. Darin enthalten ist allerdings ein positiver Einmaleffekt in Höhe von 52 Millionen Euro aus der Übernahme der Düsseldorfer Hypothekenbank, die im September angekündigt worden war. Ohne diesen Effekt würde das Betriebsergebnis im laufenden Jahr sinken.

Dass die Dividendenrendite bei der Aktie zuletzt deutlich gestiegen ist, liegt freilich auch am Kursrückgang des Titels selbst.

AB