T-Mobile-Shop am Times Square, New York
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Guter Jahresstart Sprint-Übernahme liegt der Telekom auf der Tasche

Stand: 09.05.2019, 07:34 Uhr

Die US-Tochter T-Mobile bleibt das Zugpferd für die Telekom: Beim Umsatz und Ergebnis ist der Konzern auf Wachstumskurs, unter dem Strich bleibt aber weniger hängen, weil Kosten für die mögliche Sprint-Übernahme schon belasten.

Die Deutsche Telekom hat im abgelaufenen Geschäftsjahr Umsatz und Ergebnis gesteigert. Die um Wechselkurseffekte bereinigten Erlöse legten um 3,5 Prozent auf 19,5 Milliarden Euro zu. Das Betriebsergebnis (Ebitda) ohne Leasingkosten stieg um knapp vier Prozent auf 5,9 Milliarden Euro. Die Ergebnisse lagen im Rahmen der Erwartungen der Analysten.

Unter dem Strich belasteten bereits Kosten für die geplante milliardenschwere Übernahme des US-Mobilfunkrivalen Sprint, der Gewinn ging um gut neun Prozent auf 900 Millionen Euro zurück.

Vorstandschef Tim Höttges bestätigte die Prognosen für das Gesamtjahr. Demnach soll das Ebitda ohne Leasingkosten bei 23,9 Milliarden Euro liegen, Umsatz und Investitionen sollen weiter steigen. „Das war ein guter Start ins Jahr", sagte er. "Wir sehen überall im Konzern positive Entwicklungen.“

Timotheus Hoettges, Deutsche Telekom

Timotheus Hoettges. | Bildquelle: picture alliance / dpa

Sprint: Zustimmung steht noch aus

ARD-Börsenstudio: Dieter Reeg
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ARD-Börse: Die Telekom auf gutem Weg?

Zugpferd war abermals die amerikanische Mobilfunktochter T-Mobile US, die Umsatz und Gewinne deutlich ausbaute und 1,7 Millionen neue Kunden hinzugewann. T-Mobile US jagt den Platzhirschen AT&T und Verizon seit vielen Quartalen mit einer aggressiven Preispolitik und Marketingaktionen Kunden ab.

Die Telekom will die Tochter mit dem Rivalen Sprint fusionieren, jedoch steht die Zustimmung der Aufsichtsbehörden noch aus. Während die Firmen günstigere Tarife in Aussicht stellen, befürchten Verbraucherschützer höhere Preise nach einem Zusammenschluss.

In Deutschland fiel das Erlöswachstum mit plus 0,6 Prozent nicht ganz so stark aus. Allerdings gewann der Konzern auch hierzulande mehr Kunden hinzu. Man sei weiterhin Marktführer, sowohl bei den Festnetz- als auch bei den Mobilfunk-Umsätzen, heißt es dazu im Zwischenbericht. Im Mobilfunk-Bereich habe die Telekom im ersten Quartal 2019 455.000 Kunden gegenüber dem Jahresende 2018 hinzugewonnen.

ts