Rote Osram-Schriftzüge
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Gewinnwarnung Osram: Der Schocker

Stand: 24.04.2018, 18:31 Uhr

Der Aktienkurs von Osram kennt bereits seit Jahresbeginn nur noch eine Richtung: nach unten. Am Abend nach Xetra-Schluss ging es dann sogar zweistellig abwärts. Der Licht-Konzern kürzt seine Jahresprognose.

Laut der Mitteilung wird der Umsatz im laufenden Geschäftsjahr 2017/18 (Ende September) auf vergleichbarer Basis nicht wie geplant um 5,5 bis 7,5 Prozent steigen, sondern nur um drei bis fünf Prozent, teilte Osram am Dienstagabend mit. Das um Sondereffekte bereinigte Ebitda werde mit 640 Millionen Euro um 60 Millionen geringer ausfallen als gedacht.

Grund dafür seien unter anderem der schwache Dollar und das maue zweite Quartal. Zwischen Januar und März sei der Umsatz nur um 1,8 Prozent auf 1,01 Milliarden Euro gestiegen, das Ebitda habe bei rund 150 Millionen Euro gelegen. Damit schätzt das Management die Geschäftsentwicklung deutlich schlechter ein als erwartet.

Arbeitsplätze fallen weg

Dazu dürfte Osram in den nächsten Monaten von einem weiteren Personalabbau in Deutschland und der Zentrale belastet werden. Der "geordnete Umbau der Beschäftigungsstruktur an den deutschen Standorten und in den indirekten Funktionen" könnte rund 60 bis 70 Millionen Euro vor Steuern kosten. In den Prognosen sei dies aber nicht enthalten, weil ungewiss sei, wie lange die Verhandlungen mit den Betriebsräten dauerten. Im Frankfurter Späthandel stürzt die Osram-Aktie um bis zu zehn Prozent auf 52,30 Euro ab.

rtr