Henkel-Logo auf dem Dach des Unternehmens in Düsseldorf

Starker Euro belastet Henkel kappt Ergebnisprognose

Stand: 16.08.2018, 07:54 Uhr

Wie zuletzt viele deutsche Konzerne hat auch Henkel im zweiten Quartal mit dem starken Euro zu kämpfen. Der Konsumgüterkonzern muss trotz starker Zahlen die Ergebnisprognose nach unten korrigieren. Die Anleger sind alles andere als begeistert.

Im vorbörslichen Handel knickt das Papier um rund vier Prozent ein. Der Konsumgüterkonzern Henkel wird durch Währungsschwankungen und steigende Rohstoffpreise gebremst. Der Umsatz stieg im zweiten Quartal leicht um knapp ein Prozent auf 5,14 Milliarden Euro, das bereinigte betriebliche Ergebnis (Ebit) legte um 1,8 Prozent auf 926 Millionen Euro zu.

»Auf Basis eines starken organischen Wachstums hat Henkel im zweiten Quartal trotz deutlich negativer Wechselkurseinflüsse und höherer Materialpreise eine gute Entwicklung erzielt. Der Quartalsumsatz erreichte einen neuen Höchstwert. Wir konnten die bereinigte Ebit-Marge weiter verbessern und die bereinigten Ergebnisse auf Rekordniveau steigern.«

Hans Van Bylen, Vorstandsvorsitzender von Henkel

Ergebnisprognose nach unten korrigiert

Das ist die eine Seite. Bedauerlicherweise für den Hersteller von Pritt und Persil ist die Geschichte damit noch nicht zu Ende. Analysten hatten mit einem Umsatz von 5,1 Milliarden Euro und einem bereinigten Ebit von 937 Millionen Euro gerechnet. Henkel werde durch "deutlich negative Wechselkurseffekte sowie steigende Materialpreise belastet", sagte Konzernchef Hans Van Bylen. Die Währungsentwicklungen hätten etwa den Umsatz um 310 Millionen Euro gedrückt.

Henkel-Chef Hans Van Bylen

Henkel-Chef Hans Van Bylen. | Bildquelle: Unternehmen

Das hat Folgen für die Prognose: Das bereinigte Ergebnis je Vorzugsaktie werde im laufenden Jahr voraussichtlich zwischen drei und sechs Prozent zulegen, teilte Henkel mit. Zuvor hatte der Konzern ein Plus zwischen fünf und acht Prozent erwartet. Dies zeige, dass die Weitergabe höherer Kosten aktuell schwer fällt, sagte ein Marktbeobachter. Positiv wertet der Experte das recht ordentliche organische Wachstum im zweiten Quartal. Immerhin sei das geringe Wachstum zuletzt die Hauptsorge gewesen.

Der organische Umsatz soll weiter zwischen zwei und vier Prozent steigen. Die bereinigte Umsatzrendite soll um rund 18 Prozent zulegen, Henkel hatte hier bislang mehr als 17,5 Prozent angekündigt.

ts