Telekommunikation

Enttäuschendes viertes Quartal Euromicron verunsichert schon wieder

Stand: 04.12.2013, 14:37 Uhr

Die Auftragsbücher des Netzwerkspezialisten Euromicron sind zwar so gut gefüllt wie nie, doch im vierten Quartal laufen die Geschäfte schlechter als erwartet. Die Frankfurter können deshalb ihre gesteckten Ziele nicht erreichen.

netzwerkkabel. | Quelle: colourbox

Weil sich wichtige Aufträge verschoben hätten, würden Umsatz und Ergebnis das Vorjahresniveau nicht erreichen, teilte die vormals im TecDax notierte Firma mit. Statt 350 Millionen Euro erwartet Euromicron nun für 2013 ein Umsatzvolumen von ungefähr 320 Millionen Euro.

Weil die Verschiebungen auch Kosten für Kapazitäts- und Materialvorhalte erzeugen, kommt auch das Ergebnis unter Druck. Die operative Ebitda-Marge werde 2013 lediglich bei knapp fünf statt rund acht Prozent liegen. Schon vor einem Monat hatte das Unternehmen zwar Rekordwerte beim Auftragsbestand vermeldet, gleichzeitig aber fehlende Planungssicherheit beklagt.

Kunden werden unberechenbar

Denn das Investitionsverhalten vieler Kunden beim Ausbau der Telefon- und Datennetze sei immer schwieriger vorherzusehen. Deswegen sei unklar, wann der hohe Auftragsbestand tatsächlich umgesetzt werden könne. Mit 145 Millionen Euro hat das Auftragsvolumen nach Angaben des Unternehmens einen historischen Höchststand erreicht.

Bereits im ersten Quartal hatte das Unternehmen, das Netzwerkkomponenten zum Beispiel auf Glasfaser- und Kupferbasis vertreibt und Kommunikations- und Informationsnetze baut, für Verunsicherung gesorgt. Umsätze und Ergebnis waren unerwartet schwach ausgefallen und hatten die Aktie unter Druck gebracht.

Anleger sind entsetzt

Auch auf die heutige Hiobsbotschaft reagieren die Anleger mit massiven Verkäufen. Die Euromicron-Aktie verliert am Nachmittag gut sieben Prozent. Damit hat das Papier auf Jahressicht mehr als 14 Prozent eingebüßt.

lg