Geparkte Lufthansamaschinen auf dem Rollfeld am Frankfurter Flughafen

Geschäftseinbruch bei Fraport 97 Prozent weniger Passagiere am Frankfurter Flughafen

Stand: 15.04.2020, 08:58 Uhr

Die Reisebeschränkungen zur Eindämmung der Corona-Pandemie haben auch am Frankfurter Flughafen ihre Wirkung nicht verfehlt. Der Einbruch der Passagier- und Frachtzahlen setzte sich bis zum Osterwochenende weiter fort.

In der Woche vom 6. bis 12. April zählte der Flughafenbetreiber Fraport an Deutschlands größtem Airport 46.338 Fluggäste und damit 96,8 Prozent weniger als ein Jahr zuvor, wie Fraport am Mittwochmorgen mitteilte. Die Zahl der Flugbewegungen sackte um 86,3 Prozent auf 1.435 Starts und Landungen ab. 

Das Aufkommen an Fracht und Luftpost sank in der Woche bis Ostern um 28,1 Prozent auf 32.027 Tonnen. Mit einem Plus von rund 29 Prozent hätten die Fracht-Flüge zur Sicherstellung wichtiger Lieferketten zwar zugenommen. Dieser Zuwachs konnte den Wegfall von Beiladefracht in Passagiermaschinen jedoch nicht ausgleichen. 

Wenn selbst Sonderflüge nicht helfen

Damit hat sich der Geschäftseinbruch infolge der Corona-Pandemie weiter verschärft. In der Vorwoche hatte Fraport bereits einen Rückgang der Passagierzahlen um mehr als 95 Prozent verzeichnet. Im gesamten März war die Zahl der Passagiere um 62 Prozent auf 2,1 Millionen gesunken. In den ersten drei Monaten lag das Minus bei knapp einem Viertel.  

Selbst die Sonderflüge im Rahmen der Rückholprogramme der Reiseveranstalter und der Bundesregierung hätten die negativen Effekte nur leicht abgemildert, so Fraport. 

Aktie im Corona-Sog

Auch an den Auslandsflughäfen des Konzerns etwa im slowenischen Ljubljana, im türkischen Antalya und den 14 Regionalflughäfen in Griechenland verzeichnete Fraport beim Passagieraufkommen deutliche Rückgänge. 

Die Fraport-Aktie reagiert mit leichten Verlusten auf diese Neuigkeiten. Der MDax-Titel hat seinen Wert allein seit Anfang März in der Spitze mehr als halbiert bis auf 27,59 Euro. Seither versucht er sich in der Bodenbildung. 

ag