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Netflix: Vom Video-Verleih zum Weltkonzern Die Eroberung der Fernsehwelt

Netflix-Gründer Reed Hastings

Visionär Reed Hastings
Netflix gibt es schon seit 1997. Damals war es noch üblich, sich Filme in einer Videothek auszuleihen. Reed Hastings, ein Software-Programmierer und Geschäftsmann, kam die Idee einer bequemeren Alternative: Ein Online-Filmverleih, über den man Videokassetten und DVDs ausleiht, ohne in den Laden gehen zu müssen.

Netflix: Vom Video-Verleih zum Weltkonzern Die Eroberung der Fernsehwelt

Netflix-Gründer Reed Hastings

Visionär Reed Hastings
Netflix gibt es schon seit 1997. Damals war es noch üblich, sich Filme in einer Videothek auszuleihen. Reed Hastings, ein Software-Programmierer und Geschäftsmann, kam die Idee einer bequemeren Alternative: Ein Online-Filmverleih, über den man Videokassetten und DVDs ausleiht, ohne in den Laden gehen zu müssen.

Apollo 13 Video-Cover

Starthilfe durch Apollo 13
Hastings erzählt gern eine kleine Anekdote, wie es zur Netflix-Gründung kam. Er sei gerade auf dem Weg zum Fitnessstudio gewesen, in der Tasche eine Mahnung seiner Videothek - die x-te. Er hatte die Kassette mit dem Film "Apollo 13" verlegt. Der Videoverleih - die in den USA alles dominierende Kette Blockbuster - verlangte dafür die horrende Gebühr von 40 Dollar. Im Fitnessstudio bekomme ich für 40 Dollar im Monat mehr, dachte sich Hastings. Der Kunde kann dort so viel trainieren wie er will. Warum sollte so ein Abomodell nicht auch bei Filmen funktionieren?

Netflix-Gründer Marc Randolph

Netflix-Co-Gründer Marc Randolph
Gedacht, getan: Hastings gründete 1997 Netflix zusammen mit Marc Randolph (im Bild), ebenfalls ein Software-Unternehmer. Mit 2,5 Millionen Dollar Startkapital. Hastings hatte gerade seine Firma Pure Software verkauft. Das gab ihm das nötige Kleingeld und die Zeit, was Neues ausprobieren.

Netflix-Zentrale in Los Gatos, Kalifornien

Klein "Amazon" in Los Gatos, Kalifornien
Randolph, der einige Jahre später ausschied, erzählt die Gründungsgeschichte allerdings etwas anders: Sie hätten beschlossen, eine Art "Amazon von irgendwas" zu schaffen. Es dauerte bis zum nächsten Jahr, bis 1998, bis Netflix im kalifornischen Los Gatos im Silicon Valley den Betrieb aufnahm.

Blockbuster-Video-Shop

Übermächtiger Riese Blockbuster
Netflix' größter Konkurrent zu dieser Zeit war nicht etwa Amazon, sondern die Videotheken-Kette Blockbuster. Der Konkurrenzkampf war hart, Blockbuster startete seinen eigenen Versand. Doch die beiden Netflix-Gründer schafften es, sich dagegen durchzusetzen.

Netflix-Gründer Reed Hastings

Hastings - von Blockbuster ausgelacht
Dabei hatte Hastings zwischendurch aus Geldnot aufgeben wollen und sich im Jahr 2000 Blockbuster zum Kauf angeboten. Für 50 Millionen Dollar. Der Videotheken-Riese lachte Netflix jedoch aus und lehnte ab. Zehn Jahre später war Blockbuster pleite. 2013 schloss die letzte Filiale. Unter anderem brachte das 2007 gestartete Streaming bei Netflix den einst übermächtigen Riesen zu Fall. Wer zuletzt lacht...

Netflix DVDs

Postversand statt Streaming
Netflix ging mit nur 925 Filmen im Sortiment an den Start. Filme auf DVD und Blu-ray wurden an die Kunden per Post verschickt. Die Kunden bezahlten per Banküberweisung.

Eine Netflix-Mitarbeiterin nimmt DVD-Rücksendungen entgegen

DVDs auf Flatrate
Ab 1999 gab es das Flatrate-Modell. Für eine monatliche Gebühr konnte man sich so viele Filme schicken lassen, wie man im Monat schaffte. So formten die beiden Gründer aus dem kleinen Start-up einen globalen Medienriesen.

Nasdaq-Schriftzug mit Anzeigetafeln

Börsengang an der Nasdaq 2002
Während viele Internet-Unternehmen in der im Frühjahr 2000 einsetzenden New-Economy-Krise untergingen, überlebte Netflix. Im Mai 2002 ging das Unternehmen an die Börse, an die Technologiebörse Nasdaq. Bis dahin hatte Netflix jedes Jahr Verluste eingefahren. 2003 gab es erstmals in der Unternehmensgeschichte schwarze Zahlen. Firmen-Co-Gründer Randolph verließ Netflix 2004 - er sagte, er sei eher ein Start-up-Mensch.

Netflix Zentrale

Auf dem Postweg: Eine Million DVDs pro Tag
Netflix wurde der am schnellsten wachsende Premium-Kunde der Post. 2005 verschickte der Videoverleih pro Tag eine Million DVDs. Kunden konnten aus 35.000 verschiedenen Filmen wählen. 2007 hatte Netflix schon eine Milliarde DVDs ausgeliefert.

Netflix-Zentrale in Los Gatos

Eigentlich heißt es Net-Flicks
Der Name setzt sich zusammen aus dem Inter-"net” und dem Wort “flicks”: In Amerika das Wort für Filme. Die Filme blieben bei Netflix, aber der Verbreitungsweg änderte sich. Ab 2007 bot der Konzern erstmals Streaming-Dienste an.

Netflix Online-Streaming

Fernsehen New School
Das Geschäftsmodell ist simpel. Es gibt online Zugang zu Filmen und Serien gegen eine monatliche Abogebühr. Den Film schaut man sich dann über den Streaming-Dienst direkt im Internet an, ohne ihn zuvor herunterzuladen. Auch hier war das Wachstum enorm. Schon 2010 vollzog sich eine Art Generationswechsel bei Netflix.

Kabel Server Internet Wirrwarr Durcheinander

Liebling der Kabel-Anbieter
Das Unternehmen war nicht mehr nur der Post liebstes Kind, sondern das der Kabel- und Breitbandanbieter. Netflix wurde der Internet-Dienst mit dem stärksten Traffic in Nordamerika. Und die DVD? Die gibt es nicht mehr bei Netflix direkt. Der Bereich wurde Ende 2011 in die neue Tochterfirma Qwikster ausgegliedert.

Hand mit Fernbedienung vor Fernseher mit verschiedenen Programmen

VoD killed the Video Star
Mit Video-on-Demand wird der Zuschauer zum Fernsehdirektor. Er wählt sein Programm selbst. Lineares Fernsehen wird zum Auslaufmodell, weil zu unflexibel. Wo sieht Hastings Netflix in 20 Jahren? Schwierig. Aber er wagt die Prognose, dass das Smartphone stärker im Zentrum steht. Auf jeden Fall werden die Kinder dann fragen: "Was hieß das früher, die Sendung startet um 20 Uhr?", sagte er im Interview mit der "Zeit".

Werbe-Fernsehfamilie von Netflix

Fernsehen neu gedacht
Der Trend heißt TV jederzeit - und überall. Videos werden mehr und mehr unterwegs geschaut. Die Familie versammelt sich nicht mehr zu einer festen Sendezeit vor der Flimmerkiste, sondern schaut, wann es in den Zeitplan passt. Fernsehen soll mobil und "on demand" sein, den Menschen auf Smartphones, Tablets oder Laptops überall folgen.

Kevin Spacey und Robin Wright in der Fernsehserie

Siegeszug dank "House of Cards"
Netflix ist einer der extrem stark wachsenden Anbieter. Auch dank seiner selbst produzierten Serienhits. Die bekannteste dürfte "House of Cards" sein, ein Politthriller über den skrupellosen US-Politiker Frank Underwood alias Kevin Spacey, der den knüppelharten Politikbetrieb in der Hauptstadt Washington zeigt. Die Serie "Orange is the New Black" über den Knastalltag in einem Frauengefängnis wurde ebenfalls ein Hit.

Fototapete mit Figuren aus der Netflix-Serie

Erfolg durch Eigenproduktionen
Die eigenproduzierten Filme kosten zwar und schmälern den Gewinn. Aber auch der Filme-Einkauf ist nicht kostenlos - und dann hat man die Lizenz meist nur für eine kurze Zeit. Hastings realisierte: Wenn Netflix ausschließlich fremde Inhalte anbietet, wird man leichter von der wachsenden Konkurrenz überrannt und hat ihr nichts entgegen zu halten. Und so setzte Hastings auf exklusive Sendungen, die es nur bei Netflix geben sollte, wie eben auf "House of Cards". Netflix gab 2017 sechs Milliarden Dollar für Eigenproduktionen und Inhalte anderer Anbieter aus. 2018 waren es bereits sieben Milliarden.

Fliegende Logos von Amazon, Tesla, Facebook, Netflix, Google, Twitter

Konkurrenz von allen Seiten
Online-Videodienste boomen. Neben Netflix gibt es eine ganze Reihe Angebote: Hulu, HBO Now, Amazon Prime, Maxdome, Watchever und Snap by Sky. Neben dem Film-Abo kann man etwa bei Amazon Prime Instant Video oder Maxdome Serien und Filme auch online kaufen. Ein Wachstumsmarkt.

Kabelknäuel aus bunten Kabeln

Kabel-Vertrag - einfach gekappt
Die großen Kabel-Konzerne schauen in die Röhre, weil die Streamingdienste einfach billiger sind. Netflix & Co. haben in den USA einen Trend angestoßen, der "Cut the Cord" heißt - "Zerschneide das Kabel". Die Kunden kappen ihren TV-Vertrag beim Kabel-Anbieter und beziehen ihr TV-Programm dann nur noch über das Internet.

Ein Mann mit  Netflix-Websites auf einem PC-Monitor und einem Netbook

Störenfried Netflix
Zunächst sah es so aus, als hätten die Kabel-Branchenführer - allen voran Comcast und TWC - es gar nicht nötig, sich mit Störenfrieden wie Netflix überhaupt rumzuschlagen. Sie dominierten den Markt für Bezahlfernsehen nach Belieben, in vielen US-Regionen gab es keine Alternative. Sehr zum Leidwesen der Kunden. Pay-TV ist in den USA teurer als in anderen Industrieländern, obwohl der Service als schlecht gilt. Streaming-Dienste wie Netflix boten eine Alternative.

House of Cards-Film auf einem Smartphone

Die App - Netflix goes mobile
Seit 2010 ist Netflix auch über das Apple iPad und iPhone verfügbar, ebenso über die Nintendo Wii und andere Geräte. Die Expansion in alle Welt beschleunigt sich. 2010 geht es nach Kanada, 2011 nach Südamerika. 2012 dann nimmt sich Netflix den europäischen Markt vor.

Netflix Serien

Expansionszug - 2014 auch nach Deutschland
Erst 2014 öffnet sich Netflix auch für deutsche Nutzer. Und sorgt dafür, dass Video-Streaming-Dienste auch hierzulande boomen. Deutschland ist der größte Markt in Europa, entsprechend attraktiv ist er und lockt viele Anbieter. Der Digitalverband Bitkom traut den Internet-Abrufdiensten Umsätze von mehr als 500 Millionen zu. Dazu gehören Abo-Dienste mit einer monatlichen Gebühr wie bei Netflix und Maxdome als auch Angebote zum Kaufen und Leihen von einzelnen Filme und Serien zusammengefasst - so wie bei Amazon,  iTunes oder Google Play.

Netflix-Nutzerin schaut

Daten sind das A und O
Von großer Bedeutung für den Erfolg sind so genannte Empfehlungsmaschinen. Netflix hat damit schon im Jahr 2000 begonnen und das Empfehlungssystem immer weiter verfeinert. Daten sind dabei das A und O. Und die hat Netflix zuhauf. Eine spezielle Software speichert und analysiert riesige Datenmengen. Netflix weiß dadurch mehr über das Sehverhalten seiner Kunden als traditionelle Fernsehsender. Das macht es sich zunutze. Der Streamingdienst kreiiert nicht nur Empfehlungen für seine Nutzer. Er verwendet die Informationen, um sich auf Abruf-Anstürme vorzubereiten. Und vor allem: Er benutzt die Daten, um die zugkräftigsten Inhalte für seine Eigenproduktionen zu finden.

Netflix - Verbreitung weltweit

Netflix rund um den Globus
Im Januar 2016 verkündete der Konzern stolz: Netflix ist nun weltweit verfügbar. Man habe seinen Dienst in über 130 weiteren Ländern gestartet. Einen schwarzen Fleck gibt es aber noch: China. Stand Ende 2018 ist Netflix dennoch mit gut 139 Millionen Abonnenten in mehr als 190 Ländern, die täglich über 125 Millionen Stunden Filme und TV-Serien genießen, der größte Internet-TV-Anbieter weltweit.

Netflix-Schriftzug auf einemTablet

Die Konkurrenz schläft nicht
Die Konkurrenz lässt natürlich nicht locker. Besonders hart ist der Konkurrenzkampf mit Amazon, das seinen Prime-Video-Service aggressiv weltweit vermarktet. Im deutschen Markt ist zusätzlich die ProSiebenSat.1-Tochter Maxdome ein Konkurrent. Auch diese beiden setzen auf exklusive Inhalte. Aktuell soll Netflix in Deutschland rund 5,1 Millionen Kunden haben, mehr als beispielsweise Sky. Reicht aber trotzdem nur für Platz zwei - Amazon hat mit seinem Mischangebot aus Streaming und Shopping etwa 9,9 Millionen Kunden. Wer sich letztlich durchsetzt? Alles offen. In der Branche kann sich niemand sicher sein, für immer Platzhirsch zu sein.

Ted Sarandos

Ted Sarandos - Chef der Inhalte
Der für Inhalte zuständige Netflix-Manager ist Ted Sarandos HBO, der im Jahr 2000 zu Netflix stieß. Im Jahr 2016 heimste Netflix unter seiner Ägide 54 Emmy Awards ein. Sarandos setzt voll auf Eigenproduktionen als Wachstumstreiber und Erfolgsgarant. Seine Vorgabe: Die Hälfte der Inhalte soll mittelfristig Netflix Originals sein. Damit hatte Netflix schließlich auch den scheinbar übermächtigen Rivalen HBO ausgestochen. Kritik kam aber jüngst von der "Washington Post". Netflix wolle alle Geschmäcker bedienen, statt eine Art eigene Sender-Identität wie etwa HBO zu entwickeln. Das gehe zu Lasten der Qualität.

David Letterman

David Letterman kommt zu Netflix
Eine kleine Sensation im August 2017: David Letterman kommt zu Netflix. Der Late-Night-Talker bekommt natürlich seine eigene Show. Im Januar 2018 war Premiere - mit Barack Obama. Nach nur zwei Jahren Fernsehabstinenz beendete Letterman seinen "Ruhestand". Zuvor hatte Letterman die beliebte "Late Show" beim Sender CBS von 1993 bis 2015 moderiert und das Genre mit neuen Formaten und seinem bissigen, verbitterten Stil geprägt.

Netflix Canabis Collection

Das richtige Cannabis zur Netflix-Serie
Netflix hat Sinn für ungewöhnliche Ideen: Der Videodienst stellte 2017 seine eigenen Cannabissorten vor. Jeweils passend zu den unterschiedlichen Netflix-Shows wie "Orange is the new Black". Allerdings ist das eher ein PR-Gag. Die Sorten passend zu den selbstproduzierten Netflix-Serien gibt es nur auf einer Messe im US-Bundesstaat Kalifornien zu erwerben. Auf der Herbal-Health-Services-Messe in Los Angeles. Dort ist der Konsum und Verkauf unter bestimmten Umständen legal.

Moviepass-App

Comeback des Kinos?
Streaming hat das Kino in die Knie gewzungen. Doch 2017 kam die Gegenoffensive: Das Unternehmen MoviePass führte in den USA eine Kino-Flatrate ein. Für zehn Dollar im Monat können sich die Besitzer jeden Tag einen Film ansehen. Ziel ist dabei gar nicht, Gewinne zu erzielen. Man will vielmehr viele Nutzer gewinnen - um die Daten zu sammeln und zu verkaufen. Dahinter steckt ein früherer Netflix-Kopf. Innerhalb weniger Monate explodierte die Zahl der Kunden auf über drei Millionen. Auch wenn es mittlerweile wieder ruhiger um die Kino-Flatrate geworden ist und die Firma fast pleite war, hat MoviePass Experten zufolge die Kinobranche wieder aufgerüttelt.

Screenshot der Millarworld Comics-Website

Netflix kauft Millarworld
Netflix hat sich auch schon guten Stoff eingekauft: Der Videodienst erwarb 2017 einen eigenen Comic-Verlag. Millarworld - von dem schottischen Comicautor und Gründer Mark Millar. Aus dem Hause Millarworld stammen unter anderem Serien wie "Kick-Ass" und "Kingsman", die bereits mit Erfolg verfilmt wurden. Einen "modernen Stan Lee" nannte Netflix-Manager Sarandos den Schotten und zog bewusst den Vergleich mit dem legendären 94-jährigen Superheldenschöpfer von Marvel.

Mickey Mouse

Trennung von Disney
Mit Disney geht man dafür getrennte Wege. Die beiden beenden ab diesem Jahr ihre noch junge Partnerschaft. Eigentlich hatte sich Netflix mit Disney neue Nutzergruppen erschließen wollen. Aber Experten glauben: Dank des Erfolgs seiner Eigenproduktionen kommt Netflix auch gut allein zurecht. Neuerdings macht der Unterhaltungsriese Disney aber mächtig Druck. Der Kauf von Konzernteilen des Rivalen 21st Century Fox und die Ankündigung, 2019 einen eigenen Streaming-Dienst zu lancieren, sind eine Kampfansage an Netflix.

Scene aus dem Netflix-Film Bird Box

Erneuter Ausbau der Eigenproduktion
2017 stellte Netflix seine Vorzeige-Serie "House of Cards" ein. Es wird vermutet, dass bei dem Entschluss auch die zeitgleich bekannt gewordenen Vorwürfe gegen Hauptdarsteller Kevin Spacey eine Rolle gespielt haben. Die Geschichte mit den erfolgsversprechenden Eigenproduktionen ist aber noch lange nicht vorbei: Laut einer Studie von Parrot Analytics und S&P Global Market Intelligence wird der Anteil an eigens von Netflix produzierten Content 2019 bei über 50 Prozent liegen. Netflix punktete im Schlussquartal 2018 mit eigens produzierten Inhalten wie "Bird Box" mit Hollywood-Star Sandra Bullock. Laut Schätzungen des Unternehmens soll der seit 21. Dezember weltweit verfügbare Thriller in den ersten vier Wochen von mehr als 80 Millionen Nutzerkonten aufgerufen worden sein. Allein 2018 produzierte Netflix 80 eigene Serien und Filme.

Netflix

Preiserhöhungen als Zeichen der Stärke
Netflix ist weiter auf globalem Wachstumskurs. Im letzten Quartal 2018 kamen dem Unternehmen zufolge 8,8 Millionen Neukunden dazu. Der Fokus auf "Netflix Originals" erfordert eine zunehmende Investition in Werbung. Die Werbeausgaben erreichten 2018 die Rekordhöhe von 1,8 Milliarden Dollar. Auch ein Grund für die im Januar angekündigte Preiserhöhung von 13 bis 18 Prozent - nicht nur in den USA. Diese Entscheidung wurde als Beweis für die Stärke des Unternehmens als auch des Marktes interpretiert.

Deutsche Serien auf Netflix

Netflix produziert nun auch deutsche Filme
Mit "Dark" brachte Netflix Ende 2017 seine erste deutsche Serie auf den Markt, mit "Dogs of Berlin" ist inzwischen bereits das zweite Projekt angelaufen - und weitere Serien wurden bereits in Aussicht gestellt. Im Februar 2019 kündigte der Streaming-Riese auch seine drei ersten deutschen Filmprojekte an. Die Produktion soll im Frühjahr beginnen, Premiere haben sie ab 2020. Dabei handelt es sich um die Hochstapler-Satire "Betongold" mit David Kross, Frederick Lau und Janina Uhse, die Liebeskomödie "Isi & Ossi" mit Lisa Vicari und Dennis Mojen und das Sozialdrama "Freaks" mit Tim Oliver Schultz.

<strong>Netflix-Aktie immer noch ein Überflieger</strong><br/>Was könnte die Erfolgsgeschichte von Netflix besser abbilden als dieser Chart? Seit dem Börsengang vor fast 17 Jahren hat sich der Kurs verfielfacht: Damals hätten 7.000 Dollar in Netflix-Aktien gereicht, um 2017 Millionär zu sein. Die Titel wurden seinerzeit zu Kursen von 15 Dollar ausgegeben, die nach zwei Aktiensplits im Verhältnis von 1:2 (2004) und 1:7 (2015) heute 1,07 Dollar entsprechen. <br/><br/>2018 erlebte Netflix eine reine Achterbahnfahrt. Im Juli erreichten die Netflix-Papiere an der Nasdaq ein Rekordhoch von 419 Dollar, ehe sie in der zweiten Jahreshälfte um fast 50 Prozent an Wert einbüßten. Zuletzt konnten sich die Aktien aber wieder erholen - nicht zuletzt aufgrund der weiter steigenden Wachstumszahlen.: Kursverlauf am Börsenplatz Frankfurt für den Zeitraum 10 Jahre

Netflix-Aktie immer noch ein Überflieger
Was könnte die Erfolgsgeschichte von Netflix besser abbilden als dieser Chart? Seit dem Börsengang vor fast 17 Jahren hat sich der Kurs verfielfacht: Damals hätten 7.000 Dollar in Netflix-Aktien gereicht, um 2017 Millionär zu sein. Die Titel wurden seinerzeit zu Kursen von 15 Dollar ausgegeben, die nach zwei Aktiensplits im Verhältnis von 1:2 (2004) und 1:7 (2015) heute 1,07 Dollar entsprechen.

2018 erlebte Netflix eine reine Achterbahnfahrt. Im Juli erreichten die Netflix-Papiere an der Nasdaq ein Rekordhoch von 419 Dollar, ehe sie in der zweiten Jahreshälfte um fast 50 Prozent an Wert einbüßten. Zuletzt konnten sich die Aktien aber wieder erholen - nicht zuletzt aufgrund der weiter steigenden Wachstumszahlen.