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Scheichs sagen Servus

Porsche SE ist wieder in Familienhand

Der Staatsfonds des Emirats Katar steigt nach vier Jahren wieder bei der Porsche Holding aus. Jetzt ist das Unternehmen wieder vollständig im Familienbesitz. Der Perle Volkswagen bleiben die Scheichs aber treu.

Emirat Katar verkauft seine Anteile an Porsche

Emirat Katar verkauft seine Anteile an Porsche

Der Staatsfonds des Scheichtums Katar habe sich mit den Familieneigentümern Porsche und Piech über den Verkauf des Zehn-Prozent-Anteils geeinigt, teilte der Fonds in Doha per E-Mail mit. Damit gehöre das Holding-Unternehmen wieder voll den beiden Familien, sagte Aufsichtsratschef Wolfgang Porsche - jedenfalls die Stammaktien. Über die finanziellen Details schwiegen sich die Beteiligten aus.

Die 17-Prozent-Beteiligung am Porsche-Mutterkonzern VW will das Emirat hingegen behalten. Damit bleibt Katar drittgrößter Eigentümer von Europas größtem Autobauer nach der Porsche-Holding und dem Land Niedersachsen.

"Seit langem erwartet"

Analyst Michael Punzet von der DZ Bank kommentierte, dass der Anteilsverkauf bereits seit langem von ihm erwartet worden sei. Der Verkauf der Porsche-Aktien sei die Folge der Komplettübernahme des Autobauers Porsche (AG) durch VW im vergangenen Jahr, hieß es am Markt.

Nach einer Übernahmeschlacht zwischen Porsche und VW war der Sportwagenbauer im Juli 2012 unter dem Dach der Wolfsburger gelandet. Übrig blieb die Porsche Holding SE (PSE), die von den Familien Piëch und Porsche kontrolliert wird. Katar war 2009 bei der Porsche-Holding eingestiegen. Die Familien Porsche und Piëch hatten zehn Prozent ihrer Stammaktien an Katar verkauft, um frisches Geld in das Unternehmen zu pumpen.

Das Volkswagen-Papier rückt vor  

Das maßgebliche Geschäft von PSE ist die Beteiligung am Volkswagen-Konzern, an dem die Finanzholding mit 50,7 Prozent etwas mehr als die Hälfte der Stimmrechte und knapp ein Drittel des Kapitals hält. Porsche hatte unter Führung des ehemaligen Vorstandschefs Wendelin Wiedeking von 2008 an versucht, den viel größeren Konzern aus Wolfsburg zu schlucken, sich dabei aber mit Finanzgeschäften übernommen und Schulden von über elf Milliarden Euro angehäuft. Schließlich drehte VW den Spieß um und zwang den Autobauer unter sein eigenes Konzerndach.

Die Familien Porsche und Piëch halten an PSE mittlerweile 50 Prozent der Stammaktien - und damit alle stimmberechtigten Anteilsscheine. Die andere Hälfte der Anteile der Porsche Holding sind Vorzugsaktien ohne Stimmrecht. Sie befinden sich in Streubesitz von zahlreichen institutionellen und privaten Investoren.

Die VW-Aktie zählt mit einem Aufschlag von fast zwei Prozent im Dax zu den gefragtesten Werten.  

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